Solothurn
Lastwagen beenden Ferienfeeling am Dornacherplatz

Nach mehr als fünf Wochen Strandambiente am Dornacherplatz hat es sich nun am Beachsoccer-Event «Beach Style» ausgekickt. Heute Montag werden die Spielfeldumrandungen und die Tribüne abgebaut.

Andreas Kaufmann
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Am Dornacherplatz wird nach fünf Wochen abgeräumt.

Am Dornacherplatz wird nach fünf Wochen abgeräumt.

zvg

Morgen Dienstag fahren die Bagger am Dornacherplatz auf. Sie verfrachten die 400 Tonnen Sand an ihren nächsten Bestimmungsort. «Der Sand war gemietet und wird jetzt für Beachvolleyball in Interlaken gebraucht», erklärt Michel von Burg vom Organisationskomitee. Veranstalter des «Beach Styles» war der Beach Soccer Club Solothurn unter Initiant Micha Rusterholz, der damit in erster Linie diese Sportart in der Region bekannter machen wollte.

Lohnenswerte Rahmenanlässe

Doch allein für die sportlichen Events hätte sich die aufwändige Installation am Dornacherplatz kaum gelohnt. Mit Rahmenanlässen wie Public Viewings zur Euro 12 oder Lounge-Abenden konnte das «Sandfestival» verlängert und dessen Aufwand abgewälzt werden. Von Burg streicht die Public Viewings als besonders erfolgreich heraus: «Gerade die Matchübertragungen machten ‹Beach Style› über fünf Wochen möglich», so von Burg weiter. Beim Halbfinal Italien – Deutschland seien rund 1300 Besucher herbeigeströmt.

«Nur den Final hat es uns verregnet», relativiert er. Doch auch bei dieser Gelegenheit seien alle Liegestühle unter freiem Himmel besetzt gewesen, ungeachtet der Regengüsse von oben. Immerhin 200 Gäste hätten sich an diesem Datum als wetterfest erwiesen. Finanziell dürfte der Anlass ausgeglichen abschliessen, so Michel von Burg weiter, der auch buchhalterisch verantwortlich zeichnete: «Natürlich wäre der Anlass aber ohne Sponsoren nicht realisierbar gewesen», ergänzt er mit Hinweis auf ein über 100000-Franken Budget.

Gerne wieder, aber ohne Sand

Von Zwischenfällen irgendwelcher Art weiss das OK indes nichts zu berichten: Es sei zu keinen Schlägereien gekommen. Und in Sachen Lärm seien dem Team auch keine Reklamationen zugetragen worden. «Im Gegenteil: Die Vorstadt-Anwohner haben sich selbst oft hier aufgehalten.» Von Burg schreibt das nicht zuletzt den Bemühungen zu, im Vorfeld breit informiert zu haben. Zudem sei mit Ausnahme des Märetfescht-Datums an den anderen Wochenenden jeweils um 0.30 Uhr Lichterlöschen gewesen. Auch lobte von Burg die Zusammenarbeit mit den Behörden, der Polizei, dem Werkhof, aber auch mit der Pro-Vorstadt-Vereinigung.

Dass «Beach Style» in dieser Form wiederholt werden könnte, glaubt von Burg jedoch nicht: «Nächstes Jahr gibt es vielleicht einen Open-Air-Anlass, und übernächstes Jahr womöglich ein Public Viewing zur WM. Aber mit 400 Tonnen Sand wohl nicht mehr.» Jumbo Monopoli, zuständig fürs Ressort Personal und Events, pflichtet ihm bei: «Der logistische Aufwand mit dem Sand – sprich: dessen Transport – ist immens.» Dabei erinnern sich beide auch gerne an die zahlreichen kleinen Besucher, die in der hier wohl unferienhaften Umgebung während dem einen oder anderen Anlass doch auch mal zum «Sändele» gekommen sind. Bei künftigen Anlässen dieser Art soll – eingedenk des Strandatmosphäre – zumindest der Name «Beach Style» erhalten bleiben.