Der mitternächtliche Aufmarsch der Guggen zum Monsterkonzert auf der St. Ursentreppe hatte zu einem extremen Gedränge auf dem Kronenplatz und vor allem in der östlichen Hauptgasse geführt. Denn die bereits wartenden Massen mussten sich für das Aufmarsch-Couloir der Guggen noch enger zusammenpressen. Es kam auch zu einer Panikattacke bei einer Frau, die von ruhig gebliebenen Fasnächtlern regelrecht ins Hotel Krone zurück «evakuiert» wurde. In den eng aneinander gedrückten Gugge-Fans tummelten sich offenbar auch Langfinger. Denn innert einer Stunde ging es wie ein Lauffeuer durch den «Bööggesalon» im Hotel Krone, dass etliche Fasnächtler beklaut worden waren. Einer hatte sogar eine Hand bemerkt, die in seiner Kostümtasche nach dem iPhone griff. Mehrere Portemonnaies und Smartphones wurden vermisst, zwei Portemonnaies tauchten später im «Kronen»-WC auf – allerdings war das Bargeld darin weg.

Seitens Kantonspolizei sei zwar vom «12-i-Chlapf» selbst keine Meldung eingegangen, wie Thalia Schweizer vom Kapo-Mediendienst ausführt. Dennoch habe man 16 Taschendiebstähle und 4 Serviceportemonnaie-Diebstählen seit dem Schmutzigen Donnerstag auf Stadtgebiet bis dato registriert. Präventiv hatte die Kapo vor Diebstählen während der Fasnacht gewarnt. Insgesamt geht man bei der Kapo von einer Deliktsumme von mehreren tausend Franken aus. Aktuell gibt es keine gesicherten Erkenntnisse zu den Täterschaften hinter den gemeldeten Diebstählen. (ww/ak)