Schon in der Debatte um den Finanzplan hatte Stadtpräsident Kurt Fluri ausgeteilt, die „Weltwoche“ in Bausch und Bogen als „unseriös“ abqualifiziert. Emotional wurde er auch, als es um sein Arbeitspensum ging, er warf seinen Kritikern, darunter auch dieser Zeitung, die Pflege einer „Neidkultur“ vor.

Die Ankündigung der CVP/GLP-Motion zur Beschneidung der Nebeneinkünfte von Stadtangestellten sah definitiv einen Kurt Fluri in Rage: Motionär Claudio Hug „hat sich erst um 18.06 Uhr, kurz vor Sitzungsbeginn, abgemeldet.“ Dabei habe dieser noch vor zwei Wochen im Rat gefordert, seine Motion sei am 2. September zu traktandieren, ansonsten müsse er seinen Vorstoss als dringlich erklären lassen. „So eine isch e Laueri, e Laueri!“ wiederholte Fluri mehr als einmal.

Worauf Barbara Streit einwandte, Hug feiere seinen Geburtstag, habe sich bei ihr frühzeitig abgemeldet und im Übrigen mit seinem GLP-Stellvertreter Matthias Schenker das Votum zur Motion vorbereitet.

Nun brummte Fluri: „De wünschem e schöne Geburtstag!“ und „I goh jetz i Usstand. Guet Nacht mitnang!“ Sprachs und ward an diesem Abend nicht mehr gesehen. (ww)