"Erachtet der Bundesrat aufgrund zunehmender ökotoxikologischer Kenntnisse und Bedenken betreffend Verwendung von Ausbauasphalt als Belagsmaterial ein schweizweit gültiges Verbot insbesondere auf Flur- und Waldwegen als nötig?" fragt der Solothurner Stadtpräsident und Nationalrat in einer Interpellation im Bundeshaus.

"Wieviele Tonnen Ausbauasphalt bzw. Asphaltgranulat werden jährlich für die Befestigung von Naturwegen verwendet?", will Fluri ebenfalls wissen sowie wann die Verordnung revidiert wird, welche die Verwendung von Ausbauasphalt regelt.

Begründung

Noch 2006 hielt der Bundesrat ein Verbot der Verwendung von Asphaltgranulat aus ökotoxikologischer Sicht als nicht notwendig. Dies, obwohl der Anteil von krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) sehr hoch sein kann. Gemäss einem Artikel in "Die Zeit" vom 6. September wird auf die schwachen Bundesrichtlinien und auf Richtgrenzwerte, die doppelt so hoch seien als in der EU, verwiesen. Auch würde die Verwendung von Ausbauasphalt von Kanton zu Kanton unterschiedlich gehandhabt, begründet Fluri seine Interpellation


Der Einbau von Asphaltgranulat in Naturwege sei jahrelang dank der tiefen Kosten und Subvention der Landwirtschaft gefördert worden. In der Vollzugshilfe Ersatzpflicht für Wanderwege beurteilt das Bundesamt für Strassen Ausbauasphalt als ungeeignetes Material für Wanderwege. Im Oktober 2011 erliess das Departement Bau und Umwelt des Kantons Thurgau laut Fluri  einen vorläufigen Einbaustopp für Asphaltgranulat auf Wanderwegen und Flurstrassen.