FDP-Parteiversammlung
Kurt Fluri bekräftigt seine Ambitionen für das «Stöckli»

Stadtpräsident bleibt er sicher noch bis 2013, Nationalrat vielleicht nur noch bis in einem Jahr: Kurt Fluri liess sich gestern von der FDP-Stadtpartei auf den Schild eines Ständeratskandidaten heben.

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Solothurner Zeitung

Stadtpräsident bleibt er sicher noch bis 2013, Nationalrat vielleicht nur noch bis in einem Jahr: Kurt Fluri liess sich gestern von der FDP-Stadtpartei auf den Schild eines Ständeratskandidaten heben.

Ob Fluri für die Freisinnigen ins Rennen steigt, die ehemalige Regierungsrätin Ruth Gisi oder eine sonstige, noch nicht bekannte Grösse, entscheiden die kantonalen FDP-Delegierten am 11. Januar. Zuvor muss Fluri noch pro forma eine Amtsparteiversammlung als Bestätigungsinstanz durchlaufen.

«Nicht zum Rücktritt gedrängt»

Eines machte Fluri gestern Abend vor der Parteibasis klar: «Ich habe immer gesagt, ich trete nur im Fall einer Vakanz an. Rolf Büttiker habe ich nicht zum Rücktritt gedrängt», nahm er Bezug auf Büttikers Demission an dessen Geburtstag. Als Nationalrat werde er auch im Fall einer Ständeratskandidatur antreten, «und ich führe die Arbeit als Stadtpräsident auch dann bis Ende 2013 weiter». Im Ständerat sei zwar mehr Kommissionsarbeit zu leisten, «doch die Sessionen sind mittags beendet», meinte der 55-jährige Jurist und fünffache Familienvater, der seit 1993 Stadtpräsident von Solothurn ist.

«Zrugg i d Stadt»

Eine gewisse Unzufriedenheit vor allem mit der Sessionsarbeit im Nationalrat verhehlte Kurt Fluri nicht, auch wenn er sich dort «akzeptiert und integriert» fühle. Bis jetzt war Fluri in der Rechtskommission und der staatspolitischen Kommission aktiv, dazu in vier parlamentarischen Gruppen Co-Präsident oder Präsident (Kommunalpolitik und Raumplanungsentwicklung). Im Ständerat würde er sich für die Raumplanungs-Kommission sowie die Kommissionen für Verkehr und Fernmeldewesen sowie Soziales und Gesundheit interessieren.

«Im Ständerat wird noch seriös kommuniziert», rechnete Fluri mit der «unheiligen Allianz» von SVP und SP im Nationalrat ab, die es «gottseidank» im «Stöckli» so noch nicht gebe. Auch räumte Fluri ein, dass er die Politik noch nicht wie andere als Marketinginstrument sehe und eine schlechte Medienpräsenz habe. «Ich bin ein veraltetes Politikermodell», fand er weiter. Es sei schon zu Anfragen für die «Arena» gekommen, aber wie auch in Bern habe für ihn Vorrang «zrugg i d Stadt», wo er seine Arbeit als Stadtpräsident oft bis tief in die Nacht verrichte. Die FDP-Basis nominierte Kurt Fluri mit Applaus.