Volkshochschule Solothurn

Kurse der Volkshochschule Solothurn werden wieder beliebter

Der Vorstand der Volkshochschule Solothurn (v. l.): Rolf Steiner, Stephan Hug, Esther Luterbacher, Barbara Käch, Josef Maushart, René Rudolf, Beat Käch. Es fehlt Stefan Zumbrunn.

Der Vorstand der Volkshochschule Solothurn (v. l.): Rolf Steiner, Stephan Hug, Esther Luterbacher, Barbara Käch, Josef Maushart, René Rudolf, Beat Käch. Es fehlt Stefan Zumbrunn.

Das breit gefächerte Angebot der Volkshochschule Solothurn wird wieder besser genutzt. Besonders Sprachkurse sind beliebter geworden. So konnte die Volkshochschule an ihrer Vereinsversammlung auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zurückblicken.

Die Volkshochschule Solothurn blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Insgesamt 3400 Personen haben sich im vergangenen Jahr bei der gut verankerten Institution in irgendeiner Form weiterbilden lassen. Zusammen mit 92 gut qualifizierten Kursleiterinnen und Kursleitern konnten über 300 Kurse durchgeführt werden.

Besonders erfreut zeigte sich Geschäftsführerin Barbara Käch an der Vereinsversammlung darüber, dass der Abwärtstrend im Bereich Sprachkurse gestoppt werden konnte. Besonders gefragt waren Deutsch-, Englisch- und Italienischkurse. Gleichzeitig konnte auch die Anzahl Teilnehmer pro Kurs erhöht werden. Was heisst, dass anstelle von Kleingruppen wieder vermehrt reguläre Kurse angeboten werden konnten.

Die VHS ist ein lizenziertes Sprach-Prüfungszentrum, das in verschiedenen Sprachen Diplomkurse anbietet und Prüfungen abnimmt. Mit 152 bestandenen Telc-Prüfungen ist sie die erfolgreichste und grösste Anbieterin von Prüfungskursen im Kanton.

Erfolgsmodell Deutschkurse

Auf Erfolgskurs sind auch die Deutsch-Integrationskurse, von denen 653 Personen profitiert haben und die in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziale Dienste und den Gemeinden Solothurn, Gerlafingen, Biberist und Grenchen durchgeführt wurden. Es handelt sich dabei um Intensivkurse mit täglichem Unterricht, Kurse für Frauen mit gleichzeitiger Kinderbetreuung und Semesterkurse, die am Abend stattfinden.

Angeboten werden aber auch Samstagskurse für Schichtarbeiter und Alphabetisierungskurse. «Wir freuen uns, dass wir vor allem mehr Intensivkurse durchführen konnten, die auch von Leuten benutzt werden, die erst seit kurzem in der Schweiz sind», so Barbara Käch im Schloss Waldegg.

Auch fremdsprachige Stellensuchende profitieren vom vielfältigen Angebot der VHS. Sie erhoffen sich die Verbesserung der mündlichen deutschen Kommunikation im Berufsalltag und bei der Stellensuche. Barbara Käch: «Wir sind mit diesem Auftrag so erfolgreich gestartet, dass wir in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit im Januar des vergangenen Jahres einen zusätzlichen Standort in Olten eröffnen konnten.» Genutzt haben dieses Angebot bereits 454 Personen.

Trotz einer starken Konzentration auf die Sprachkurse kamen auch Kurse auf den Gebieten Kunst, Geschichte Kreatives und Persönlichkeitsbildung nicht zu kurz. Auf geringeres Interesse stossen seit einiger Zeit die angebotenen Sport- und Gesundheitskurse. Weniger gefragt sind auch die Computerkurse sowie die neu erarbeiteten Kurse für die digitale Bildbearbeitung und die sozialen Medien. Einen Rückwärtstrend verzeichnet auch das massgeschneiderte Angebot für Firmen.

Die Volkshochschule ist aber nicht nur im Kurswesen aktiv, sondern fördert auch die Partnerschaft mit anderen gut verankerten Institutionen wie der Akademie der Generationen, der Pro Senectute und der Pro Infirmis. Dass ihr Angebot geschätzt wird, zeigt sich auch bei der Abgabe eines Gemeindefrankens durch die Gemeinden.

Noch der richtige Standort?

Die Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 2013 schliesst mit einem Reingewinn von 66 852 Franken. Damit weist die Bilanz auf Jahresende ein Eigenkapital von 293 996 Franken auf. Der Ertrag aus den Bildungsangeboten lag mit gesamthaft 2,630 Mio. Franken um 365 000 Franken über dem Vorjahr.

Zum guten Ergebnis beigetragen haben vor allem auch der gegenüber dem Vorjahr um 120 000 Franken höhere Umsatz im Bereich Integration, der gesteigerte Umsatz bei den Sprachkursen und der grosse Auftrag des Amtes für Wirtschaft und Arbeit im Umfang von gut 1,036 Mio. Franken. Dem um 380 000 Franken höheren Betriebsertrag im Jahr 2013 steht ein um 220 000 Franken grösserer Aufwand für den Kursbetrieb gegenüber.

Wie Vereinspräsident Josef Maushart an der Versammlung betonte, ist die VHS als gemeinnütziger Verein auf Ertragsüberschüsse angewiesen. Sie sichere sich damit ihre Existenz und habe die Möglichkeit, in Neues zu investieren.

Dazu gehört die noch in diesem Jahr vorgesehene Investition in die Räumlichkeiten. «Diese entsprechen nicht mehr den Bedürfnissen der Kunden und Mitarbeiter und sind vor allem nicht behindertengerecht», machte Maushart auf Missstände aufmerksam. Grundsätzlich abgeklärt werde dabei aber auch die Frage nach dem Standort der VHS.

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