Cinema
Kuriose Filme warten auf den Start an den Solothurner Filmtagen

«Filmemacher reisen gerne – und dies nicht erst in unseren Zeiten», sagt Filmtagedirektorin Seraina Rohrer und stellt das Thema «Reisen» ins Zentrum der kommenden 52. Solothurner Filmtage, die vom 19. bis 26. Januar stattfinden.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Eine Szene aus dem Film Safari.

Eine Szene aus dem Film Safari.

zvg

Seit der Erfindung des Filmes wurden uns Zuschauern unbekannte Welten nähergebracht. Im Programmteil «Histoire du cinéma Suisse» mit dem Motto «Reisen ins Landesäussere» zeigen die Solothurner Filmtage nun eine Reihe von historischen Filmen, die seit den Dreissigerjahren entstanden sind. Es sind unerwartet kuriose Filme darunter, wie derjenige des Ehepaars Wilhelm und Dora Eggert, die 1933 von Algerien nach Mombasa reisten und dort das «Wilde» suchten. «Safari» heisst dieser Streifen.

Nominiert für den Prix de Soleure, den mit 60'000 Franken höchst dotierten Schweizer Filmpreis, sind acht Doku- und zwei Spielfilme, in denen ebenfalls das Thema «fremde Kulturen» hervorsticht.

Prix de Soleure 2017: Die Nominierten Almost There, Dokfilm von Jacqueline Zünd
10 Bilder
I am Truly a Drop of Sun on Earth Spielfilm von Elene Naveriani
Weg vom Fenster – Leben nach dem Burnout Dokfilm von Sören Senn
Petra Volpes "Die göttliche Ordnung" eröffnet am 19. Januar die Solothurner Filmtage und steht auch im Wettbewerb um den "Prix de Soleure", wie die Veranstalter am Dienstag bekanntgaben. (Handout)
Cahier africain Dokfilm von Heidi Specogna
Rue de Blamage Dokfilm von Aldo Gugolz
Double peine Dok-Film von Léa Pool
La vallée du sel Dokfilm von Christophe M. Saber
Impasse Dokfilm von Elise Shubs
Mirr Dokfilm von Mehdi Sahebi

Prix de Soleure 2017: Die Nominierten Almost There, Dokfilm von Jacqueline Zünd

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Unter ihnen ist aber auch Petra Volpes «Die göttliche Ordnung», ein Spielfilm über den Kampf um das Frauenstimmrecht in der Schweiz. Die 52. Solothurner Filmtage werden am Donnerstag, 19. Januar, um 17.30 Uhr in der Reithalle in Anwesenheit von Bundesrätin Simonetta Sommaruga eröffnet.

Bereits einen Tag vorher, am Mittwoch, 18. Januar, findet ebenfalls in der Reithalle das sogenannte «Amuse-Bouche-Programm» statt, mit welchem die Filmtage-Macher das einheimische Publikum in die kommenden Tage einstimmen wollen.

«Sound is half the picture»

Im Programm «Rencontre», das jeweils einer Film-Persönlichkeit gewidmet ist, geht es 2017 um den Sounddesigner François Musy. Er, ein Meister im Erzeugen von Emotionalität und Spannung mittels akustischer Nuancen, hat im Lauf seiner Tätigkeit mit verschiedenen Regisseuren zusammengearbeitet. 13 Filme mit seinem Sound werden im Kino Palace gezeigt. Es sind so unterschiedliche Genres wie ein Tierfilm, ein Horrorfilm oder eine Literaturverfilmung zu sehen. Musy wird nach Solothurn reisen und in einer «Masterclass» mehr über seine Arbeit verraten, denn: «Sound is half the picture» sagte schon George Lucas.

Rohrer stellte fest, dass für die kommenden Filmtage insgesamt 654 Filme eingereicht worden seien. «Davon wurden 179 ins Programm aufgenommen.» Einiges Umdenken erfordert bei den Besuchern sicher noch das neue Ticketing-System. Neu können für sämtliche Vorstellungen im Vorverkauf oder an der Abendkasse Einzelkarten (16 Franken) gekauft werden. Besucher mit einer Tages- oder Wochenkarte benötigen eine Platzreservation, die einen Tag im Voraus ab 9 Uhr möglich ist. Diese verfällt 10 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

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