Ausstellung
«Kunst findet Stadt» im Volkshaus ist eine finanzielle Nullrunde

Am Mittwoch, 12. Dezember, endete die Ausstellung «Kunst findet Stadt» im Solothurner Volkshaus. Der Konkurrent zum Kunst-Supermarkt musste eine Nullrunde hinnehmen.

Joel Grolimund
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«Kunst findet Stadt» im Volkshaus Solothurn
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«Kunst findet Stadt» im Volkshaus Solothurn
«Kunst findet Stadt» im Volkshaus Solothurn
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«Kunst findet Stadt» im Volkshaus Solothurn
«Kunst findet Stadt» im Volkshaus Solothurn
«Kunst findet Stadt» im Volkshaus Solothurn

«Kunst findet Stadt» im Volkshaus Solothurn

Joel Grolimund

«Die Verkaufsausstellung ‹Kunst findet Stadt› war finanziell eine Nullrunde», erzählt Roland Wittwer. Der Zuchwiler Grafiker und Initiant der Ausstellung wollte in diesem Jahr zum ersten Mal eine Alternative zum Kunst-Supermarkt in der «Rothus»-Halle bieten.

Als Ausstellungsort wurde bewusst das Solothurner Volkshaus gewählt. «Die Nähe zum Kunst-Supermarkt war zwingend», meint Wittwer. Der Standort sei gut gewesen. Die Besucher hätten sich so mit den zwei verschiedenen Konzepten auseinandersetzen können. Wittwer muss aber auch zugeben, dass es für den Umsatz wenig bis nichts brachte. Man kaufe ja seine Möbel auch entweder im Theo Jakob oder in der «IKEA».

Resonanz der Besucher zufriedenstellend

Die Resonanz der Besucher war für ihn aber zufriedenstellend. Unter anderem hätten auch die galerieartige Präsentation und die Tatsache, dass die Künstler die Preise selber festgelegt haben, dazu beigetragen. «Das wichtigste ist aber, dass sich das Niveau und die Qualität der Arbeiten klar vom Kunst-Supermarkt abgehoben hat», ist Roland Wittwer überzeugt.

Er bezeichnet die Zusammenarbeit mit Peter Lukas Meier, dem Gründer des Kunst-Supermarktes, als «gut». Dies, obwohl sich Meiers Freude über die Ausstellung im Volkshaus anfangs in Grenzen hielt. Er sagte damals: «13 Jahre lang haben gewisse Kreise Gift und Galle gegen den Kunst-Supermarkt gespien, und jetzt machen sie das Gleiche. Es ist befremdend und eher peinlich.» Meiers angriffige Worte hätten sich aber schnell gelegt, so Wittwer.

Zukunft noch offen

Der Kunst-Supermarkt läuft noch bis am 6. Januar weiter. Die Ausstellung im Volkshaus endete bereits am 12. Dezember. Grund dafür seien die hohen Betriebskosten, die eine längere Öffnung nicht möglich gemacht hätten. «Auch die räumlichen Bedingungen liessen es nicht zu», ergänzt Roland Wittwer.

Die Zukunft von «Kunst findet Stadt» ist noch offen. Man wolle die Ausstellung wieder durchführen. Jedoch weiss Wittwer noch nicht wo, wie und wann. Der Initiant will sich nun noch einmal in Ruhe alles durch den Kopf gehen lassen und zu einem späteren Zeitpunkt eine Entscheidung treffen.

Abschliessend meint Roland Wittwer: «Wir konnten so vielen Kunstliebhabern eine grosse Freude bereiten. Das ist das wichtigste und gab uns auch die nötige Energie, die Ausstellung trotz Budgetproblemen und nicht optimalen Raumverhältnissen durchzuziehen.»

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