Solothurn

Künstlerin lädt in die Welt des Porzellans ein

Vertrautes und anspruchsvolles Porzellan von Elisabeth Pott-Bischofberger.

Vertrautes und anspruchsvolles Porzellan von Elisabeth Pott-Bischofberger.

Erneut zeigt Elisabeth Pott-Bischofberger ihre Arbeiten in fast intimer Atelierausstellung in Solothurn.

Es ist einfach ihre Handschrift, ihr Markenzeichen seit Jahrzehnten: Diese rigoros klare Ästhetik einer absoluten Schlichtheit, die jedoch im Schaffensprozess aufwendig und intensiv ausgeführt wird. Deren formale Strenge durch feine, dezente Spuren, Gestaltungen aus der Natur und diskrete Farbakzente aufgebrochen wird.

Wie immer lässt sich Elisabeth Pott-Bischofberger für den gestalterischen Grundgedanken von der Natur inspirieren. Stets jedoch bestimmt die reine Form die Aussage. Auf das Absolute, Einfache, reduziert, subtil, aber wirkungsvoll akzentuiert und gewandelt mit Aufwürfen, aufbrechenden Fältelungen und dezenten Kantengestaltungen, die unendlich in der subtilen formalen Wandelbarkeit zu sein scheinen.

Porzellan im Zentrum

Seit Elisabeth Pott-Bischofberger an ihrem neuen Wohn- und Atelierort lebt, arbeitet sie nur noch mit Porzellan und beweist: Der Anspruch der gebürtigen Solothurnerin baut kontinuierlich auf dem wesentlichen Fundament des Handwerks auf, geleitet von der Perfektion und dem Streben nach einer feinstimmigen Klarheit. Neben einigen früheren Arbeiten in Steinzeug wie die feingliedrigen Blattstiele, die wie versteinerte Knochen wirken, an Menhire erinnernde Urformen des Steinerne, und Wandreliefs, lädt die Künstlerin in die Welt des Porzellans ein.

Dies mit kleinen geschmeidigen Porzellankörpern, die mit den dezent grün konturierten Aufbrüchen an elegante Muscheln erinnern, während die porzellan-samtene Oberfläche handschmeichelnd das lustvoll Haptische anspricht. Die Qualität des Biscuit-Brands zeigt sich besonders in den Eierschalen-zarten, weissmatten Schälchen mit ihrer ebenso präzise wie aufwendigst ausgearbeiteten Transparenz, die an landschaftliche Konturen denken lassen. Handwerkliche Raffinesse und die ursprüngliche Natur des Porzellans sind vereint.

Bis 17. Dezember. Sa/So 11–17 Uhr oder n. tel. Vereinbarung 032 623 40 16. Gärtnerstrasse 10, Eingang an der Unteren Steingrubenstrasse.

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