Tanzshow
Krokus, Chinderchesslete und ein unverhofftes «Öufi»-Bier

Die Solothurner Tanzschule Balladyum führte im Konzertsaal mit 250 Kindern die Tanzshow «Soledurn». Dies gleich zwei Mal vor ausverkauftem Haus – unter dem donnernden Applaus des Publikums.

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Tanzshow Balladyum
'Vor dem grossen Tag'
'Solothurner Filmtage'
'I Usgang'
'Soledurner Chueche'
Dead Brides'
Dead Brides'
'Casanova'
Am Aaremürli'
Da gibts nichts zu rütteln: Die jungen Frauen geben auf der Bühne vollen Einsatz.
Alle zusammen auf der Bühne

Thomas Ulrich und Tina Dauwalder

«New York» tönt es im ersten Musikstück aus den Musikboxen des Konzertsaals, bis die Kinder auf der Bühne ins Publikum rufen: «Nei, dasch dänk Soledurn.» Als tanzende Touristen interpretieren sie anschliessend die Sehenswürdigkeiten Füdlistein, Zeughaus, Krummer Turm und Bieltor.

Die ganze Tanzshow ist der Stadt Solothurn gewidmet, dort, wo die Tanzschule Balladyum ansässig ist. Balladyum beabsichtigt, ihren Tanzschülern Tanzkultur zu vermitteln und setzt dies alle zwei Jahre mit einer Tanzshow zu einem ausgewählten Thema durch.

Die Kinder und Jugendlichen werden in den Choreografieprozess eingebunden, sodass sie auch das Thema ihres Tanzes auswählen dürfen. So kann es dann auch kommen, dass eine Gruppe von fünf- bis sechsjährigen Kindern nicht wie geplant einen Tanz mit der Zahl 11 vortragen, sondern das Thema «Öufi»-Bier für sich wählen.

Auch das Naturmuseum half mit

Die Proben für die Tanzshow haben letzten Winter begonnen und fanden ausschliesslich während der Unterrichtsstunden statt. Die meisten der rund 250 teilnehmenden Kinder und Jugendlichen tanzen in ein bis zwei Gruppen mit.

Und ja, es hat auch Jungs, sogar in einer eigenen Gruppe, die von Jonas Anderegg geleitet wird. Die jüngste Tänzerin ist gerade mal dreieinhalb Jahre alt und tanzt mit ihren Tanzkolleginnen zum Thema Solothurner Kuchen, wofür sich Marisa Barrière und Jessica Allemann verantwortlich zeigen.

Bei der Umsetzung der Choreografien liess sich die Stadt einbeziehen. So steuerte das Naturmuseum zum Bühnenbild des von Nora Bichsel choreografierten Stücks «Naturmuseum» bei. Der Fanshop der Musikband Krokus lieferte die Kostüme zum Tanz zu «Bedside Radio».

Casanova in Solothurn, die Literaturtage und das Solothurner Lied sind drei Beispiele von Choreografien, welche die Tanzschulleiterin Eva Pretelli inszenierte. Dabei wurde sie unterstützt von Hanne Niemelä und Nina Schär.

Als weitere Choreografin fungierte Alicia Heuberger unter anderem mit den beiden Stücken Solothurner Märet und Chinderchesslete.

Vor zweimal ausverkauftem Haus durften die Kinder und Jugendlichen am Schluss der Show den Applaus entgegennehmen. (tbs)