Vor Kurzem wurde publik, dass im Krematorium Solothurn Zahngold und andere Edelmetalle, die in der Krematoriumsasche zurückbleiben, aussortiert und verkauft werden (wir berichteten). Neben Solothurn macht dies nur noch das Krematorium im zürcherischen Rüti.

Im Jahr 2012 sind so in Solothurn 35'000 Franken zusammengekommen. Die Gelder fliessen in die Spezialfinanzierung Friedhof.

«Stossend finden wir, dass diese neue Praxis in Solothurn ohne Wissen der Öffentlichkeit und der Angehörigen eingeführt wurde», schreibt die SP Stadt Solothurn in einer Medienmitteilung. Eine Diskussion darüber, wie wir mit unseren Toten umgehen wollen, tue Not.

Die Stadtpartei will deshalb am Dienstag im Gemeinderat eine Interpellation mit Fragen zur neuen Praxis im Krematorium Solothurn einreichen. Antworten möchte die Partei vom Stadtpräsidium beispielsweise auf die Fragen «Seit wann wird systematisch Edelmetall aus der Kremationsasche aussortiert und verkauft?» Auch möchte sie über die rechtliche Situation heute Bescheid wissen und wie die Informationspolitik gegenüber den Angehörigen in Zukunft konkret aussieht. (ldu)