Hotel Krone

Kommen sich der Einsprecher und die Bauherrschaft näher?

So soll das Hotel Krone künftig aussehen

So soll das Hotel Krone künftig aussehen

Die noch hängige Einsprache eines «Krone»-Nachbarn zögert momentan den Baubeginn hinaus. Der Einsprecher sagt, er stehe mit der Bauherrschaft im Gespräch stehe und sei überzeugt, dass es zu einem Vergleich komme.

Stadtpräsident Kurt Fluri hatte für ein Aufhorchen gesorgt. «Wir werden die Einsprache nicht wegkaufen», hatte er sinngemäss am Tourismusforum am Montag in Sachen Hotel Krone verlauten lassen. Und damit die noch hängige Einsprache eines «Krone»-Nachbarn gemeint, die den Baubeginn hinauszögert. Nochmals darauf angesprochen, meinte der Stadtpräsident, es habe keinen solchen Vorschlag von irgendeiner involvierten Partei gegeben, also auch nicht vom Einsprecher. «Ich habe den Leuten einfach präventiv gesagt, dass wir das grundsätzlich nicht machen.» Denn immer wieder seien Vorschläge zu hören gewesen, mit Geld lasse sich die Blockade vielleicht lösen und man könne den Einsprecher zum Rückzug bewegen.

«Will nicht nach Lausanne»

Eigentlich recht moderat tönt es dagegen beim Einsprecher selbst: «Ich will nicht unbedingt nach Lausanne vors Bundesgericht.» So habe der Präsident des Verwaltungsgerichts – dort liegt die Einsprache derzeit – geraten, doch einen Vergleich anzustreben. Und offenbar scheint das ein Weg zu sein, den der Einsprecher inzwischen beschritten hat. Er bestätigt auch, dass er mit der Bauherrschaft im Gespräch stehe und er überzeugt sei, dass es zu einem Vergleich komme. «Ich hoffe auf einen baldigen Durchbruch, ja ich glaube daran», so seine Überzeugung.

Worum es geht

Eigentlich hätten der Umbau und die Sanierung des ganzen Komplexes längst beginnen sollen. Doch zwei Punkte generierten Widerstand, dem anfänglich sogar der Solothurner Heimatschutz angehört hat. Dieser wehrte sich zusammen mit dem Einsprecher gegen die Aufstockung des Leistflügel-Daches, was dem Investor, einem Immobilienfonds der Credit Suisse, den Einbau eines zusätzlichen Wohngeschosses erlauben würde.

Die Kantonale Denkmalpflege lehnte aber die Pläne zur Dachaufstockung trotz Begleitung des Projekts dann doch ab. Hingegen war dem Heimatschutz die Legitimation zur Einsprache aberkannt worden. Die Investorin reichte ein überarbeitetes Dachprojekt ein, das aber wie die erste Einsprache noch hängig ist.

Der zweite Punkt ist die Umgestaltung des «Kronenhofs» mit Parkplätzen. Das Baugesuch sah acht Parkfelder vor, die über die Theatergasse und bereits bestehende Parkplätze erschlossen worden waren. Bewilligt wurden statt acht nur sechs und sowohl die Bauherrschaft wie der Nachbar erhoben dagegen Einsprache – die Investorin beharrte auf dem bisherigen Projekt, der Einsprecher will gar keine Parkplätze. Er kritisiert insbesondere, dass die vorherige Kronengarage mit zwölf Parkplätzen nicht mit dem «Kronen»-Ensemble erworben worden war, sondern weiterhin Dörflers gehört.

Was alles geplant ist

Diese hatten im Mai 2012 die «Krone» mit dem Leisttrakt für 10 Mio. Franken hälftig an den Kanton und die Stadt Solothurn verkauft. Im Baurecht will der CS-Immobilienfonds das gesamte Ensemble für rund 20 Mio. Franken umbauen. Das Hotel soll mit 28 Zimmern und dem Restaurant durch die Genossenschaft Baseltor weitergeführt werden. Den Leistflügel südlich des Haupttrakts vermarktet der CS-Fonds selbst – Ladenlokalitäten und Wohnungen sollen anstelle der Zimmerfluchten treten.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1