Kulturfabrik Kofmehl
Kofmehl Solothurn stellt eigene Partyreihe für 13- bis 16-Jährige auf die Beine

Für 13- bis 16-Jährige soll das Partyangebot in Solothurn besser werden. In der Kulturfabrik startet deshalb am 22. Juni eine neue Partyreihe. Dabei wurden jedoch auch zahlreiche Rahmenbedingungen gesetzt, so wird beispielsweise kein Alkohol verkauft

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Die Kulturfabrik Kofmehl startet eine eigene Partyreihe für 13- bis 16-Jährige. (Archiv)

Die Kulturfabrik Kofmehl startet eine eigene Partyreihe für 13- bis 16-Jährige. (Archiv)

Wolfgang Wagmann

Für einige hören die Partynächte in Solothurn viel zu früh auf, für andere beginnen sie gar nicht: Ausgehangebote für 13- bis 16-Jährige sind sehr dünn gesät. Die meisten Veranstaltungen sind erst ab 18 Jahren zugänglich.

Die Kulturfabrik Kofmehl stellt nun eine eigene Partyreihe für 13- bis 16-Jährige auf die Beine – maximal zwei Mal pro Jahr und mit klaren Rahmenbedingungen. Das Projekt heisst «Teennight» und findet am 22. Juni erstmals statt.

Einbindung der Jugendlichen

«Die Idee kam auf, als wir gesehen haben, wie gut die Abschlussparty der Mädchen- und Bubenwoche lief», sagt Dennis Drews, Leiter des Besucherkomitees «Du bist Kofmehl», das den Anlass organisiert. Die Einbindung der Jugendlichen wird ein wichtiger Bestandteil sein: Diese sollen laut Drews ab der zweiten Ausgabe in vielen Bereichen federführend sein und ihre Ideen einbringen. Mit fünf Franken ist der Eintritt relativ tief. Das Organisationsteam rechnet mit 100 bis 150 Besuchern beim ersten Anlass – und damit mit einer gut gefüllten Raumbar. Auch ältere Gäste sind willkommen.

Die Initianten haben zahlreiche Rahmenbedingungen gesetzt: Alkohol gibt es nicht und die Party endet um 23.30 Uhr. «Obwohl an 16-Jährige Bier verkauft werden kann, wollen wir das Risiko einer Weitergabe und entsprechende Konsumation von jüngeren Besuchern vermeiden», heisst es in der Projektskizze, welche Philipp Bruderer, Zivildienstleistender der Kulturfabrik Kofmehl, ausgearbeitet hat.

Sensibilisierung sinnvoll

Man könne so zeigen, dass auch ohne Alkohol eine gelungene Party möglich sei. «Eine Sensibilisierung ist bereits im jüngeren Alter äusserst sinnvoll.» Ein Partner des Anlasses ist deshalb das Blaue Kreuz, welche alkoholfreie Drinks anbieten wird. Mit dem Daybus-Betreiber steht Drews derzeit in Kontakt, um Rückfahrten für die Jugendlichen zu organisieren.

Keine Konkurrenz zu Jugendtreffs

Philipp Bruderer sprach bereits beim Verband für Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kanton (Vokaj) vor. Der Zivildienstleistende steht zudem mit den Jugendarbeitsstellen aus Stadt und Region in Kontakt und möchte diese verstärkt einbinden: «Das Feedback war durchaus positiv, trotz einiger kritischer Inputs. Diese Inputs sind wichtig, da der Eindruck entstehen könnte, dass wir mit unserem Anlass die Jugendtreffs konkurrenzieren wollen.

Dies ist aber keineswegs das Ziel.» Mehr als zwei Anlässe im Jahr wird es laut den Initianten aber kaum geben. Einerseits soll der Anlass etwas Besonderes bleiben, andererseits muss gewährleistet sein, dass im unbenutzten Kofmehl-Raum kein Anlass stattfindet, bei dem Alkohol verkauft wird. (az)