Solothurn
Köche des Gustofestivals bringen Elementares auf den Teller

Nach dem letztjährigen Erfolg ist das «Gustofestival» ins zweite Jahr gestartet. Vier Spitzenköche aus Argentinien bringen während fünf Tagen ein ungewohntes Lebensgefühl in die Stadt Solothurn.

Katharina Arni-Howald
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Die Macher (v.l.): Boris Walker (Organisator), Gastkoch Mauricio Couly, Gastkoch Guido Tassi, Hans-Jürg Gebhardt (Festivalpräsident) Küchenchef Urban Schiess, Gastkoch Pablo Buzzo, Gastkoch Diego Gera, kulinarischer Leiter Andy Zaugg.

Die Macher (v.l.): Boris Walker (Organisator), Gastkoch Mauricio Couly, Gastkoch Guido Tassi, Hans-Jürg Gebhardt (Festivalpräsident) Küchenchef Urban Schiess, Gastkoch Pablo Buzzo, Gastkoch Diego Gera, kulinarischer Leiter Andy Zaugg.

zvg

Wenn Schweizer Spitzenköche auf Top-Köche aus Südamerika treffen und in fünf Solothurner Gasthäusern im Zeichen der Elemente Wasser, Erde, Feuer und Wind patagonische Küche zelebriert wird, kommt man nicht nur in den Genuss von fürstlichem Essen, sondern wird auch mit fremdländischer Kultur und Geschichte konfrontiert.

«Eine Herzensangelegenheit»

Eröffnet wurde das bis zum 25. September dauernde Gustofestival, dem neu auch Olten angeschlossen ist, am Donnerstag im Garten des Palais Besenval durch Boris Walker von der coUNDco-Kommunikatonsagentur und den beiden Solothurner Spitzenköche Andy Zaugg und Urban Schiess. «Das Festival ist eine Herzensangelegenheit und bietet nicht nur die Gelegenheit gut zu essen, sondern auch Brücken zu schlagen», begrüsste Andy Zaugg, kulinarischer Leiter, die zahlreich erschienenen Gäste.

Nebst dem Restaurant «Zum Alten Stephan» nehmen das «Salzhaus», das «Baseltor», das Palais Besenval und der «Pier11» Gourmets mit je einem 5-Gang-Menü auf eine Reise ans Ende der Welt, wo die Speisekammern reich gefüllt sind und unberührte Landschaften die Esskultur prägen.

Mit einem aussergewöhnlichen Programm will auch Kochkünstler Urban Schiess am Samstagabend in der «Belétage» von «Cherze-Jeger» alle Sinne sensibilisieren. In allen beteiligten Gaststätten wird zudem argentinischer Wein angeboten. Eine Herausforderung für die Gastköche ist die Auflage, dass nur mit regionalen Produkten gekocht werden darf.

Nicht nur persönliche Beziehungen haben dazu geführt, dass für das Gustofestival Solothurn ausgewählt wurde. «Es muss nicht immer Zürich oder Basel sein, um neue Ideen zu verwirklichen», erklärte Hans-Jörg Gebhardt, CEO der coUNDco-Kommunikationsagentur.

Darüber freute sich auch Jürgen Hofer von Solothurn Tourismus. «Solothurn als weltoffene Stadt kann von der Qualität des Anlasses nur profitieren. Ich bin stolz, mit solchen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen.»

Tango und Archäologie

Vielfältig wie das Essen ist auch das Rahmenprogramm. In den Gasthäusern werden Tangotänzer für Begeisterung sorgen, und im Palais Besenval kann man einem argentinischen Silberschmied über die Schultern schauen.

Ebenfalls im «Besenval» zu Gast ist das kantonale Archäologische Museum Olten mit einem Teil seiner aktuellen Ausstellung «80 000 Jahre Essen und Trinken im Kanton Solothurn». Die Spurensuche bei eiszeitlichen Jägern, Steinzeit-Bäuerinnen, wohlhabenden Keltinnen und mittelalterlichen Stadtbewohnerinnen fördert Erstaunliches zutage.