Die 1922 als Genossenschaft gegründete Privatklinik Obach wird im Zu-ge der Übernahme per 9. Januar 2012 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und in die Waadtländer Spitalgruppe integriert, wie Genolier Swiss Medical Network gestern bekannt gab. Im Verwaltungsrat der neuen Privatklinik Obach AG nehmen Raymond Loretan (Präsident der Genolier-Gruppe), Antoine Hubert (VR-Delegierter) und Beat Röthlisberger (CEO der Genolier-Gruppe) Einsitz.

In den nächsten Tagen werde das Aufsichtsgremium mit zwei Obach-Belegärzten komplettiert, ergänzte Obach-Direktor André Bourquin. Im Oktober wurde bekannt, dass die 39 Eigner-Ärzte und Genossenschafter ihre Anteilscheine der Genossenschaft an Genolier verkaufen werden. Genolier bezahlt die Anteile mit Bargeld und eigenen Aktien. Der Anteil der Aktien am Kauf preis sei «marginal», sagt Bourquin. Weder der Kaufpreis noch die genaue Aufteilung zwischen Cash und Aktien werden bekannt gegeben.

«Kein Stellenabbau»

Er selbst bleibe Direktor der Obach-Klinik, bestätigte Bourquin frühere Aussagen. Er werde sich für mindestens drei Jahre verpflichten, die Klinikleitung weiterzuführen. Das gelte ebenso für alle Belegärzte. Damit soll die Weiterführung der Klinik im bisherigen Rahmen gewährleistet sein. Im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss werde es zu «gewissen Anpassungen» kommen, die aber unter dem Strich für die Klinik positive Auswirkungen haben werden, versichert Bourquin.

Der Standort soll weiter ausgebaut und gestärkt werden. Zu einem Abbau von Arbeitsplätzen werde es nicht kommen, eher das Gegenteil werde der Fall sein. «Keiner der 120 Angestellten muss im Zusammenhang mit der Übernahme durch Genolier Angst um seinen Arbeitsplatz haben.»

Ebenso für die Patientinnen und Patienten werde sich nichts ändern. Die Klinik Obach figuriere auch 2012 auf der kantonalen Spitalliste. Deshalb sei die Obach von den Streitigkeiten in anderen Kantonen der Genolier-Gruppe mit einigen Krankenversicherern über die Tarife nicht betroffen. «Wir haben mit den Krankenversicherern gültige Verträge», sagt Bourquin.