Akademie der Generationen
Klaus Fischer holt Weltraumpilot Claude Nicollier nach Solothurn

Nach seinem Rücktritt als Regierungsart widmet sich Klaus Fischer nun anderen Aufgaben. Als neuer Patronatskomitee-Präsident kann er im September mit Claude Nicollier durchstarten. Der prominente Gast wird von seinem Werdegang berichten.

Silvia Rietz
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Die Akademie der Generationen unter dem Präsidium von Klaus Fischer darf sich auf eine Vorlesung mit Claude Nicollier freuen.

Die Akademie der Generationen unter dem Präsidium von Klaus Fischer darf sich auf eine Vorlesung mit Claude Nicollier freuen.

Hans Peter Bärtschi / Zur Verfügung gestellt

Der abtretende Kulturminister Klaus Fischer übernimmt das Präsidium des Patronatskomitees der Akademie der Generationen Solothurn und Berner Oberland. Der neue Präsident kann zum Start des Herbstsemesters mit einem längst getimten Leckerbissen aufwarten: Am 11. September werden die Vorlesungen mit dem Schweizer Astronauten Claude Nicollier eröffnet.

Aufgabe für neue Lebensphase

Regierungsrat Klaus Fischer ist der Akademie der Generationen seit ihrem Start eng verbunden und seit der Gründung Mitglied des Patronatskomitees. Dessen Präsidium ist seit dem Tod von Gianpiero Lupi verwaist. Nun können sich Inhaber Rudolf Erzer und Patronats-Ehrenmitglied Lisbeth Mathys-Sieber über die Zusage ihres «Traumkandidaten» freuen.

Für Klaus Fischer kommt die Aufgabe zu einem Zeitpunkt, wo er sich nach dem Rücktritt als Regierungsrat auf eine neue Lebensphase einstellt. «Viele Menschen nutzen im dritten Lebensabschnitt die Zeit, sich über historische und kulturelle Themen kundig zu machen. Die Akademie der Generationen hat dies erkannt und im Raum Solothurn ein hervorragendes Bildungsangebot aufgebaut, welches grossen Zuspruch findet.»

Klaus Fischer wird als Präsident seinen Ratsnachfolger Remo Ankli als Neumitglied begrüssen können. Dazu mit dem Unternehmer Adrian Flury und Jörg Aeberhard, ehemaliger Leiter der hydraulischen Produktion bei Alpiq, zwei Vertreter der Industrie. Als Patronatspräsident habe er jedoch nicht nur die Pflicht, sich für strategische und organisatorische Aufgaben einzusetzen, sondern er profitiere auch persönlich von den Vorträgen hochkarätiger Referenten, schmunzelte Fischer.

Vielfältiges Herbst-Semester

Zumal Rudolf Erzer für das Herbstsemester mit Claude Nicollier eine weltbekannte Persönlichkeit nach Solothurn holt. Er wird nicht einfach über Weltraumtechnik sprechen, sondern seine Karriere vom Hunter-Kampfpilot zum Astronauten nachzeichnen.

Ebenfalls im September bringt Kunsthistorikerin Kristina Piwecki unter dem Titel «Genie des Jugendstils» dem Publikum das Werk und den Menschen Gustav Klimt näher. Ivo Bracher von bonainvest AG Solothurn stellt an der 60. Akademie-Vorlesung die Frage «Wasserstadtsolothurn: Riviera-Feeling oder Steuererhöhung?», während sich das Oktober-Referat von Professor André Holenstein, Institut für ältere Geschichte der Universität Bern, mit dem Tuileriensturm von 1792 befasst.

Nahe bei den Zuhörern dürfte der Exkurs von Betriebswirtschafts-Professor Norbert Thom sein, der sich mit der «Generationenkooperation in der Arbeitswelt» auseinandersetzt und anhand der Erkenntnisse eines Personalforschers berichtet. Licht in die Novembertage bringt Kristina Piwecki mit dem Beitrag «Pierre-Auguste Renoir: Magie von Farbe und Licht».

Die letzten beiden Vorträge punkten erneut mit zwei Stars ihres Genres: Psychotherapeutin und Bestsellerautorin Julia Onken erklärt die «Kunst der Selbsterkenntnis» während Medienprofi Vinzenz Wyss unter dem Stichwort «Medienethik und Medienkritik» erläutert «was wir von den Medien erwarten und wie wir das einfordern». Im fünfteiligen Geschichtszirkel rollt Gymnasiallehrer René Flury die politische Entwicklung und die geistesgeschichtlichen Strömungen im Europa des 19. Jahrhunderts auf.

Die Akademie der Generationen im Berner Oberland eröffnet das Herbstsemester am 18. Oktober im Hotel Eden in Spiez mit dem Auftritt von Carla Del Ponte, die von ihrer Jagd nach Kriegsverbrechern erzählt. Seit dem letztjährigen Auftritt im Sommerhaus de Vigier ist die ehemalige UNO-Chefanklägerin ebenfalls Mitglied des Patronatskomitees.

Das neue Programm wird an vielen Orten aufgelegt und kann über www.akademie-der-generationen.ch eingesehen und heruntergeladen werden.