Alljährlich nicht mehr wegzudenken aus dem Festkalender: der festliche Jahresausklang des Zentrums für Kinder und Jugendliche, die einer pädagogisch massgeschneiderten Unterstützung bedürfen. Die diesjährige musikalische Weihnachtsfeier beendete tatsächlich ein ereignisreiches Jahr, in dem Neu- und Umbau eröffnet und das 40-Jahr-Jubiläum der Institution ZKSK feierlich begangen wurde.

«In der Fülle unserer Anlässe liegt auch der Grund, warum wir diesmal auf ein Theaterspiel – wie in allen Jahren zuvor– verzichten. Genaugenommen hat uns aber die im September begonnene Vorbereitung unserer musikalischen «Sternennacht» samt thematisch passender Musik-Projektwoche ebenso viel Aufwand beschert», beantwortete Christine Bigolin, Geschäftsleiterin der ZKSK AG, eine diesbezügliche Frage.

Im Ergebnis hat die Zusammenarbeit mit Katharina Spielmann (Messen), die als Musikdozentin, Sängerin und Chorleiterin über ein vielgestaltiges Rüstzeug verfügt, ein gelungenes, liebenswertes Konzert erbracht. Auffällig war, wie gut alle Singenden artikulierten; besonders deutlich im Englisch und bei den hochdeutschen Texten. Alle auswendig gesungenen Vorträge waren in den Klassen über längere Zeit intensiv erübt worden Auch das Publikum war bei mehreren Liedern zum Mitsingen eingeladen.

«Mir wei es Liecht azünde»

Für alle Besucherinnen und Besucher lagen Textbücher vor, deren Liedauswahl internationale, hochdeutsche und schweizerische Kompositionen umfasste, die Katharina Spielmann ausgewählt und passend für diesen Chor gestaltet hatte. Ein sechsköpfiges Orchester aus musizierenden ZKSK-Mitarbeitenden, verstärkt mit Jugendlichen, bettete alle Lieder – emotional berührend wie in den Jahren zuvor – ein. Auch rein instrumental gebotene Stücke vermittelten im 18-teiligen Chorprogramm besinnliche Ruhepunkte.

Der grosse Chor setzte sich aus der gesamten Schülerschaft und allen Lehrkräften zusammen. Alle waren schwarz gekleidet mit einem gold-leuchtenden Punkt auf der Brust. Katharina Spielmann hatte den gesamten Auftritt abwechslungsreich arrangiert, indem neben mehrstimmigen Chorsätzen wie dem eröffnenden «Chumm, mir wei es Liecht azünde» einzelne Gruppierungen aus der Mitte des Chors mit ihren Gesangsbeiträgen Beachtung fanden. Und das Publikum liess sich gerne zum Mittun auffordern, weil die Dirigentin es durch schnell lernbare Melodien wie etwa im vielstimmigen «Halleluja» einband.

Singend über dem Regenbogen

Ganz schlicht, aber volltönend gefiel der Welthit «Somewhere over the rainbow», wo die Sterne bekanntlich auch über dem Regenbogen angesiedelt sind. Ganz zum Schluss sangen alle das weltbekannte «Stille Nacht, heilige Nacht», das die vorweihnachtliche Freude bestimmt verstärkte. Erinnert sei an ein weiteres Highlight des Konzertes, das mehrfach mit packend-rhythmischer Trommelsprache alle Lebensgeister weckte. Nicht zu vergessen sind die tanzenden Lichteffekte und ein Goldflitter ausstossender Böllerschuss.