Kantonspolizei Solothurn
Kinder strahlten auf der Bühne beim Jahreskonzert der Kantonspolizei

Anlässlich ihres 35. Jahreskonzertes trat die Kantonspolizei Solothurn gemeinsam mit einem Ad-hoc-Kinderchor im ausverkauften Konzertsaal auf. Die Kinder der ersten bis dritten Klassen aus Biberist sind mit viel Eifer und Freude dabei.

Hans Blaser
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Ah-hoc-Kinderchor beim Kantonspolizeispiel Solothorn
8 Bilder
Ein spezieller Blick auf den Kinderchor
Heinz Schoenenberger hatte die musikalische Gesamtleitung
Voll konzentriert
Sonya Wetzel beim Flügelhorn-Solo
Der ad-hoc-Chor mit den Biberister Kindern
Der gesamte Klangkörper, Chor und Polizeispiel
Der Bariton-Saxofonist

Ah-hoc-Kinderchor beim Kantonspolizeispiel Solothorn

Hans Blaser

Mit «Sing» betitelte das Spiel der Kantonspolizei Solothurn ihr 35. Jahreskonzert im total ausverkauften Konzertsaal Solothurn. Den einen Grund dazu lieferte die gewählte Literatur, einen weiteren der Chor, der beim Konzert mitwirkte. Es war kein Männer-, kein Frauen- und schon gar kein Gemischter Chor, der auftrat. Ein solcher liess sich für den zeitlich fixierten Anlass nicht finden. Es war schliesslich ein Kinderchor der für dieses Projekt gewonnen werden konnte. Aber es war nicht ein bestehender Kinderchor, der regelmässig mit einem Leiter singt. Es waren die Kinder der ersten bis dritten Schulklassen aus Biberist (wir berichteten).

Der Eifer beeindruckte

Unter der Leitung von Doris Stähli Widmer fügte sich dieser Ad-hoc-Kinderchor ausgezeichnet in den imposanten Gesamt-Klangkörper ein. Dieser lag natürlich vollständig in den Händen von Heinz Schoenenberger, dem musikalischen Leiter des Kapo-Spiels und Initiant des Projekts. Wie Posaunist Heiner Borer bestätigte, beeindruckten die singenden Kinder schon bei den Proben die Musikanten mit ihrem Eifer.

Sie sorgten aber auch für Publikum. Noch nie waren am «Kapo»-Konzert so viele Gesichter aus Biberist auszumachen gewesen. Werke, die extra für kleinere Kinder geschrieben und mit Musikbegleitung versehen sind, fanden die Verantwortlichen bei Christian Kunkel und Rolf Zuckoswki. Je zwei ihrer Titel machten den Konzertauftritt der Kinder aus. Der Höhepunkt war jedoch das Medley aus traditionellen Schweizerliedern, mit dem der erste Teil abgeschlossen wurde. Die Lieder hat Heinz Schoenenberger raffiniert ausgewählt und zusammengesetzt. Dazu hat er ein ausgezeichnetes Arrangement geschrieben – ein echtes Schlussfeuerwerk. Dass auch die Kinder ihren Spass hatten, verrieten ihre strahlenden Augen etwa bei «S Ramseiers».

Gesangliches instrumentalisiert

Das Eröffnungsstück und den zweiten Konzertteil bestritt das Spiel selber. Auch dabei blieb man dem Thema Singen und Gesang treu. Zur Konzerteröffnung verwendete das Spiel ein Medley aus Udo-Jürgens -Liedern. Fast lückenlos bot es im zweiten Teil rein instrumentale Bearbeitungen von Musikwerken, die durch die originalen Gesangsversionen bekannt sind.

Für die Eröffnung des zweiten Teils stand ein Sänger Pate, der Udo Jürgens kaum nachsteht. Mit einem starken Arrangement eines Herbert Grönemeyer-Medleys kam das Spiel aus der Pause. Darin fand der Grönemeyer-Fan vielleicht etwas wenig Grönemeyer. Gut erkennbar war jedenfalls «Männer». Gefallen fand aber ganz sicher der Blasmusikliebhaber an diesem vielleicht etwas polarisierenden Stück. Für Blasorchesterbearbeitungen eignen sich seine Titel durchaus.

Italienische Hits

Unbestritten gilt das für italienische Hits, geschrieben etwa von Dario Farina, Polo Conte und Umberto Tozzi. Titel wie «Sarà perché ti amo» und «Azzurro» lieferten den musikalischen Rohstoff für «Italo Pop Classics». Danach folgte «We are the World».

An einer Tradition hielt das Spiel auch diesmal fest – derjenigen des Solovortrages eines Bandmitgliedes. Mit einem sauberen, warmen Ton verteilte Sonya Wetzel bestechend getragen letzte musikalische Rosen. Jean-François Michel hat den Traditional «The Last Rose of Summer» wunderschön für ihr Flügelhorn arrangiert. Mit Louis Armstrongs «Hello Dolly» als erste Zugabe steuerte das Kapo-Spiel den Schluss an. Trotz frenetischem Beifall räumte das Spiel aber nach dem «Solothurner Marsch» von Stephan Jaeggi die Bühne.