Neben der grünen Motion in Sachen Strassenbeleuchtung (wir berichteten) befand der Rat über ein Postulat derselben Partei zum Schwimmunterricht an den Primarschulen. Christoph Schwauwecker von den Jungen Grünen meinte zu seinem Vorstoss: «Uns geht es darum, dass bis Ende der Primarschulzeit jedes Kind schwimmen kann.»

Das sah auch Katrin Leuenberger für die SP so, während Marco Lupi (FDP) lakonisch meinte: «Wir sind gespannt auf das Konzept.» Denn der Haken an der Sache ist: Die Schulleitungskonferenz SLK stellt sich zwar hinter den obligatorischen Schwimmunterricht, aber nur, wenn dafür ein Hubboden im Hallenbad der Pädagogischen Hochschule eingebaut wird. Genau diese Investition aber hatte der Gemeinderat wegen der hohen Folgekosten aus dem Finanzplan gekippt.

In der Badi ist das Wasser zu kalt

Schuldirektorin Irene Schori ergänzte, ihre Abklärungen bei der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG und dem Schwimmklub Solothurn hätten ergeben, dass der Hubboden in der Tat Voraussetzung für Schwimmunterricht sei.

Die Alternative: Eltern schicken ihre Kinder ab dem Kindergartenalter in ihre speziellen, aktiv beworbenen Kurseder beiden Organisationen. Heinz Flück (Grüne), bezweifelte, ob «bildungsferne Eltern» diese Angebote nutzen würden. Roberto Conti (SVP) hielt dagegen: «Wir dürfen von den Eltern durchaus Selbstverantwortung verlangen.» Auf die Frage, ob der Unterricht nicht auch im (speziell dafür gebauten) Lernschwimmbecken der Badi erfolgen könnte, zitierte die Schuldirektorin aus den Abklärungsantworten: «Nein, das Wasser dort ist für Kleinkinder-Kurse zu kalt.»