Solothurn

Kemal Tasdemir ist Nachfolger von Gemeinderat Michael Schwaller

Walter Stocker, Leiter des Zuchwiler Vebo-Werkes 1, referierte vor der FDP-Parteiversammlung.

Walter Stocker, Leiter des Zuchwiler Vebo-Werkes 1, referierte vor der FDP-Parteiversammlung.

Bei der Parteiversammlung der FDP Stadt Solothurn herrschte Einstimmigkeit statt Kampfwahl. Kemal Tasdemir löst Gemeinderat Michael Schwaller ab.

Man nennt es schon Tradition: Die FDP Stadt Solothurn traf sich zum dritten Mal zur Herbst-Parteiversammlung im Schwingerzelt auf der HESO. Diesmal ging es mehr um Information denn um einen (politischen) Hosenlupf, nach Duden «eine bestimmte Art des Ringkampfs». Auch das Bestimmen des neuen Kassiers wurde nicht zu einem «Gang unter Bösen», war keine Kampfwahl: Einstimmig und mit Applaus wurde Kemal Tasdemir zum Nachfolger von Gemeinderat Michael Schwaller erkoren, der dieses Amt neun Jahre erfolgreich ausgeführt hat und in Vertretung von Präsident Urs Unterlerchner auch die Versammlung leitete.

Kemal Tasdemir studiert Rechtswissenschaft in Bern und ist Co-Präsident der Jungfreisinnigen in Solothurn, wo er auch als Feuerwehrmann wirkt. Er spricht deutsch, türkisch, französisch und englisch. In seiner Freizeit ist er als Fussballschiedsrichter tätig.

Spannende Einblicke

Vebo – viele kennen das Kürzel, Wenige wissen, wofür es im weitesten Sinn steht. Dies zu ändern, referierte Walter Stocker, Leiter des Zuchwiler Vebo-Werkes 1 vor der FDP-Parteiversammlung. Der «Verein einer Eingliederungsstätte für Behinderte, Oensingen erfuhr 1975 eine Strukturanpassung und die Umwandlung in eine Genossenschaft.

Die Vebo betreibt acht Werkstätten in Breitenbach, Grenchen, Matzendorf, Oensingen, Olten, Langendorf und Zuchwil; dazu Wohnheime und Tagesstätten. Berufliche Massnahmen werden in Oensingen und Breitenbach angeboten, nicht zu vergessen die Sozialberatung, die Bio-Bäckerei und die vier Restaurants.

Zur Feier des 50-jährigen Bestehens und mit dem erklärten Ziel, Aufbau und Tätigkeiten der Vebo in Theorie und Praxis einem grossen Publikum nahezubringen, wurde die diesjährige Sonderschau auf der Herbstmesse organisiert. Mit Erfolg. Etliche Teilnehmer der Parteiversammlung besuchten gleich im Anschluss die äusserst informative Ausstellung, einige schon zum zweiten oder dritten Mal. Hinterher traf man sich zum ausgiebigen informellen, jedoch intensiven Gedankenaustausch am Stand der Regio Energie Solothurn.

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