Solothurn
Kein Holzboden: Biertage-Besucher stehen auf Kiesel und Geröll

Hinter der Reithalle stehen die Gäste dieses Jahr direkt auf dem steinigen und staubigen Untergrund. Auf einen Holzboden wurde aus Kostengründen verzichtet.

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An den Biertagen geht’s rund. Manchmal zu rund - na und? Je später der Abend, desto scheint der Boden zu schwanken, wird der Gang unsicher. Kann vorkommen. Diesmal allerdings ist hinter der Reithalle solches vorprogrammiert. Der Boden dort gleicht einem besseren Bachbett. Bis zu faustgrosse Kiesel und staubiges Geröll, aufgewühlt von vorhergegangenen Grossveranstaltungen, prägen das Areal.

Im Biergarten und auch im Zelt mit den Brauereien sieht der Boden so aus.

Im Biergarten und auch im Zelt mit den Brauereien sieht der Boden so aus.

Wolfgang Wagmann

Was Biertage-Organisator Alex Künzle nicht sonderlich beeindruckt. Letztes Jahr hatte er noch einen Bretterboden im Ausstellerzelt verlegen lassen. Doch das schwere Gerät der Kleinbrauer habe zu Schäden und Mehrkosten geführt. Deshalb sind die Aussteller jetzt in ihrem Zelt mitten in einer Geröllwüste platziert. Nicht nur ein wüster Anblick, auch nicht gerade nett für die Gäste. Abgesehen vom Staub und bei Regen Dreck, den die Leute dann in die Reithalle schleppen.

Ein Boden muss wieder her, wie er bei jeder Dörfli-Gewerbeaussstellung selbstverständlich ist. Natürlich kosten die Bretter einige Tausender. Aber da wird am falschen Ort gespart. Warum nicht den Eintritt um einen Franken erhöhen? Dann wäre der Boden schon fast wieder drin. Und der Eintrittspreis echt solothurnisch: Die Zahl der zu berappenden Franken läge dann endlich bei – «öufi». (ww)