Solothurn
Kaspar, Melchior und Balthasar bleiben heuer im Morgenland

Der Brandanschlag auf die St.-Ursenkathedrale von Anfang Jahr macht gerade auch während dem Advent bemerkbar: aus Platzgründen wird auf die historische Ambassadorenkrippe in der Jesuitenkirche verzichtet.

Wolfgang Wagmann
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 Restauratorin Brigitta Berndt bringt ein Kamel auf Vordermann.
6 Bilder
 Im Mittelpunkt der Krippe ist das Jesuskind.
 Museumskonservator Erich Weber mit einer Figur in der Kiste.
 Die Krippenfiguren erscheinen im barocken Outfit.
 Die Krippenfiguren zu St. Ursen wurden beim Brandanschlag auch verrusst.
Reichhaltige Krippentradition in Solothurn

Restauratorin Brigitta Berndt bringt ein Kamel auf Vordermann.

Eine Advents-Attraktion fehlt dieses Jahr in Solothurn: die historische Ambassadorenkrippe kann diesmal nicht wie in den letzten Jahren in der Jesuitenkirche gezeigt werden. «Das ist eine weitere Folge des Brandanschlags auf St. Ursen anfangs Jahr», erklärt Erich Weber, Konservator des Historischen Museums Blumenstein.

Erst wieder nächstes Jahr im Einsatz

Denn vor dem Advent hatte Weber ein Schreiben der römisch-katholischen Kirchgemeindeverwaltung erhalten, wonach es dieses Jahr in der Jesuitenkirche zu eng für die Präsentation der Ambassadorenkrippe werde. Diese hatte – hinter Glaswänden gesichert – jeweils grosse Teile des Seitenschiffs beansprucht. «Da aber nun die Jesuitenkirche die wegen Reinigungs- und Sanierungsarbeiten gesperrte St.-Ursen-Kathedrale ersetzen muss, ist das Anliegen der Verwaltung nachvollziehbar.» Doch habe er vertraglich gesichert, dass er die Krippe nächstes Jahr wieder am gewohnten Ort zeigen dürfe, so der Konservator.