Sämtliche Fraktionen unterstützten das regierungsrätliche Umbauprojekt - und folgten damit dem Antrag der vorberatenden Kommissionen. 86 Parlamentarier sagten Ja, dagegen waren einzig zwei SP-Vertreter. 11 weitere Kantonsräte - vor allem aus der FDP-Fraktion - enthielten sich der Stimme; dies vor allem aufgrund der hohen Kosten für den Kanton.

Kosten im Finanzplan ausgewiesen

Die Sprecherin der Umwelt-, Bau- und Wirtschaftskommission (Umbawiko), Barbara Wyss (Grüne, Solothurn), betonte die Notwendigkeit der baulichen Massnahmen, die vor allem in der Erfüllung baulicher Auflagen bestehen. Die Kosten in der Höhe von 12,9 Mio. Franken seien zwar beträchtlich. «Diese Kosten sind aber in der Mehrjahresplanung Hochbau ausgewiesen und sind auch im Integrierten Aufgaben- und Finanzplan berücksichtigt.»

Internationale Bedeutung

Franziska Roth (SP, Solothurn) betonte namens der Bildungs- und Kulturkommission (Bikuko) die europaweite und - aufgrund der Harnschisammlung - gar internationale Ausstrahlung des Museums. Das Museum Altes Zeughaus sei gerade auch mit der geplanten neuen Dauerausstellung weit davon entfernt einfach ein Waffenmuseum zu sein.

Nachträgliches Gutachten

Kein Verständnis hatten beide Kommissionssprecherinnen für das vom Verein «Freunde des Museums Altes Zeughaus» nachträglich eingereichte Gegengutachten. Der Verein kritisierte vor allem, dass innerhalb des historischen Gebäudes ein Lift eingebaut werden soll. «Das Sanierungskonzept ist unter Einbezug aller Partner erarbeitet worden», sagte Umbawiko-Sprecherin Barbara Wyss. Und Bikuko-Vertreterin Franziska Roth meinte, dass die Museumsleitung das Gespräch mit den Museumsfreunden gesucht habe, aber leider erfolglos. Und ihr Fazit lautet: «Die getroffenen Massnahmen sind richtig und vor allem auch finanziell vertretbar.»

Das von den Museumsfreunden initiierte Gutachten ging von Umbaukosten in der Höhe von 20 bis 40 Mio. Franken aus.