Immer noch eingerüstet präsentiert sich der Buristurm, heute von den ihn benützenden Kulturschaffenden «Kulturm» genannt. Der Mitte des 16. Jahrhunderts von Werkmeister Uli Schmid erbaute Wehrturm weist eine Mauerdicke von bis zu 4,5 Metern auf und misst im Durchmesser 21 Meter.

Risse in der Fassade

Bei Kontrollen hatte sich herausgestellt, dass das Steinmaterial der Fassade allgemein in einem schlechten Zustand ist und etliche Risse aufweist. Die Fugen waren gerissen und dadurch drang Wasser ein, was beim Gefrieren im Winter zu Abplatzungen führt.

Diese Problematik wird seit dem Sommer durch neue Verfugungen behoben und zusätzlich das Ziegeldach und die Aussentreppe auf der Ostseite restauriert. Die Gesamtkosten belaufen sich für die Eigentümerin des Turms, die Stadt Solothurn, auf 960 000 Franken.

Daran zahlt nun der Kanton 23 Prozent oder fast 159 000 Franken. In Aussicht gestellt wird auch ein Beitrag des Bundesamtes für Kultur, Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege.

Nur noch zwei Türme

Ursprünglich besass Solothurn im Befestigungsring nordseitig der Aare drei solche Bollwerke des Typs Muttiturm, die alle fast zeitgleich erbaut worden waren.

Der sogenannte Haffnersturm oder Georgsturm an der Südwestecke der Altstadt über den Aare thronend wurde allerdings bereits in den 1860er-Jahren mit dem Schanzenabbruch geschleift.

Die beiden restlichen Türme wurden später unter Denkmalschutz gestellt. Dies ist neben dem Buris- der Riedholzturm auf der St.-Ursen-Bastion. Die Bürgergemeinde Solothurn hatte ihn als Besitzerin vor einigen Jahren ebenfalls saniert.(ww)