Solothurn

Kanton, Stadt und Regionsgemeinden unterstützen die Kulturfabrik Kofmehl

Die Kulturfabrik Kofmehl hat ihre Zukunft auch finanziell bis 2020 geplant und kann auf Unterstützung von vielen Seiten zählen.

Die Kulturfabrik Kofmehl hat ihre Zukunft auch finanziell bis 2020 geplant und kann auf Unterstützung von vielen Seiten zählen.

Im «Rostwürfel» wird auch finanziell für die Zukunft vorgesorgt. Die Kofmehl-Leitung sieht in ihrem Finanzierungsplan bis Ende 2020 Ausgaben von 9,324 Mio. Franken auf sich zukommen.

«Das angebotene Kulturprogramm ist breit, vielfältig und spannend.» Neben regionaler und überregionaler Förderung junger Musikerinnen und Musiker gebe es in der Kulturfabrik Kofmehl gute nationale und internationale Acts aller Musikstilrichtungen zu sehen. Auch Kleinkunst, Lesungen, Discos, Theater, diverse Workshops, Jazz-Soirées, Mundartabende, Wahlpodien, Jamsessions etc. hätten im Kofmehl-Programm ihren Platz.

Synergien mit anderen Veranstaltern auch aus anderen Städten sei eine weitere wichtige Aufgabe. «Ziel ist es, auch künftig ein vielfältiges, regelmässiges und interessantes Programm zu bieten. Die jährlich über 90'000 Besucherinnen und Besucher aus allen Altersschichten geben dem Konzept recht.» Dies der Argumentationskatalog des Regierungsrats auf das Beitragsgesuch der Kulturfabrik an den Lotteriefonds.

Die Kofmehl-Leitung sieht in ihrem Finanzierungsplan bis Ende 2020 Ausgaben von 9,324 Mio. Franken auf sich zukommen. Bei budgetierten Einnahmen von 8,535 Mio. Franken bleibt aber ein Defizit von gut 788'000 Franken. Dem trägt die Regierung Rechnung, und so wird aus dem Lotteriefonds ein Beitrag von 300'000 Franken für die nächsten drei Jahre fliessen.

Alle helfen mit

Betriebsleiter Pipo Kofmehl sieht damit die Kulturfabrik auf Kurs: «Insgesamt haben wir so eine Konstellation, die allseitig wichtig und stark ist: Der Kanton, die Stadt und die Regionsgemeinden unterstützen den Betrieb – die Stadt über den Repla-Beitrag – mit insgesamt je 100'000 Franken pro Jahr.» Wichtig dabei für die Kulturfabrik: Die Gemeinden haben anlässlich der Repla-Delegiertenversammlung im März den Beitrag von 1.10 Franken pro Einwohner an die Kulturfabrik Kofmehl wieder beschlossen.

Dieser jährlich zu beschliessende Repla-Beitrag schwankt immer ein bisschen je nach Einwohnerzahl – aktuell kann das Kofmehl mit rund 107'000 Franken rechnen. Pipo Kofmehl: «Insgesamt machen die Unterstützungsbeiträge rund 6 Prozent auf die Gesamtkosten aus – der Eigenfinanzierungsgrad liegt somit bei rund 94 Prozent.» Das restliche Defizit, welches das Budget vorsehe, deckten sich einerseits mit Sponsoring- und Gönnerbeiträgen sowie «aus eigener Kraft». Oder wie Pipo Kofmehl ergänzt: «Wir müssen besser, optimierter chrampfen – allerdings war das schon immer so.»

Was alles ansteht

Ende 2016 hat die Kulturfabrik Kofmehl ihre Weiterentwicklung in den nächsten Jahren abgesteckt. Und Pläne geschmiedet – zusammen mit der Trägerstiftung für Jugendkultur im Kanton Solothurn, die 2004/05 auch die neue Kofmehlhalle ermöglicht hatte. Nun, zum 25-jährigen Bestehen der Institution Kofmehl, hat die Stiftung eine breit angelegte Spendenaktion lanciert.

«Ziel ist es, in den nächsten zwei, drei Jahren sinnvolle, optimierte Rahmenbedingungen zu schaffen, damit der Kulturdampfer Kofmehl weiterhin Kurs in eine nachhaltige Zukunft halten kann», schreibt Stiftungsratspräsident Rolf Studer im Brief, der letzte Woche versandt worden war. Ein Vorhaben sei bereits realisiert: «Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Kulturfabrik ist montiert und läuft.»

Sie soll 25 Prozent des Kofmehl-Stromverbrauchs abdecken. Doch hofft Studer bei der Spendenaktion auf den immer wieder aufflackernden «Kofmehl-Goodwill», wenn es um die weiteren Pläne geht: die Sanierung und Erweiterung der sanitären Einrichtungen, die logistische Aufwertung des Eingangsbereichs, den Einbau eines zweiten Estraden-Stockwerks oder vor allem den Ausbau der rückwärtigen Räume für mehr Stauraum und somit Platz für die nachhaltige Entwicklung der Kulturfabrik Kofmehl.

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