Der Bau der 2008 eröffneten Aarebrücke als Teil der Westumfahrung von Solothurn hatte mit rund 25 Mio. Franken doppelt so viel wie geplant gekostet. Weil sich der Kanton und die in der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Solothurn West zusammengeschlossenen Baufirmen nicht darauf einigen konnten, wer die Mehrkosten übernimmt, landete der Fall bei einem Schiedsgericht.

Dieses unterbreitete am 14. März einen Vergleichsvorschlag, den die Beteiligten schliesslich akzeptierten. Die Solothurner Regierung stimmte dem Vergleich am Dienstag zu, wie die Staatskanzlei am Karfreitag mitteilte. Die Mehrkosten bedingen einen Zusatzkredit, welcher dem Kantonsparlament in der Juni-Session vorgelegt wird.

Geologische Probleme

Als Grund für die Verdoppelung der Baukosten für die 390 Meter lange Aarebrücke wurden damals geologische Probleme genannt. Die insgesamt 1,8 Kilometer lange Westumfahrung war im August 2008 dem Verkehr übergeben worden. Sie entlastet seither die Stadt Solothurn vom Durchgangsverkehr.

Die Gesamtkosten für das Verkehrsprojekt beliefen sich auf rund 100 Millionen Franken - ohne die Mehraufwendungen beim Bau der Aarebrücke. Der Bund steuerte rund die Hälfte der Gesamtkosten bei.