Wahlen 2015
Kantischüler löchern Ständerats-Kandidaten mit Fragen über Bildung

Politische Bildung ganz konkret: Die Schülerinnen und Schüler bekamen Einblicke in die breite Palette der politischen Parteien und lernten die vier Ständeratskandidaten kennen.

Andreas Knörr
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Eine Kantischülerin stellt Fragen.

Eine Kantischülerin stellt Fragen.

Solothurner Zeitung
Kantischüler löchern Ständerats-Kandidaten mit Fragen über Bildung

Kantischüler löchern Ständerats-Kandidaten mit Fragen über Bildung

Solothurner Zeitung

Aus Anlass der National- und Ständeratswahlen am 18. Oktober organisierte die Fachschaft Geschichte an der Kantonsschule Solothurn politische Veranstaltungen. «Die politische Bildung ist ein wesentlicher Bestandteil des Faches Geschichte» – so lauten die allgemeinen Bildungsziele des kantonalen Geschichtslehrplanes. Um diesem Anliegen Rechnung zu tragen, kamen sowohl die Schülerinnen und Schüler des 3. Gymnasiums/2. Fachmittelschule (FMS) sowie die Maturandinnen und Maturanden in den Genuss von politischen Veranstaltungen. Dabei ging es in erster Linie um eine persönliche Auseinandersetzung mit Parteien und den jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten.

Infos auf dem «Parteienmarkt»

Welche Partei vertritt am ehesten meine Anliegen? Welche Partei soll ich wählen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung mit den Klassen des 3. Gymnasiums und der 2. FMS. Alle Parteien des Kantons bekamen die Möglichkeit, sich und ihre politischen Positionen mittels eines Standes in der Säulenhalle der Kantonsschule zu präsentieren.

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich auf diesem «Parteienmarkt» informieren und politisch orientieren. Die Intensität der jeweiligen Standgespräche deutete auf eine rege Auseinandersetzung hin. Im Anschluss lernten die Schülerinnen und Schüler an einem Podium in der Aula einzelne Exponenten der jeweiligen Parteien kennen: Kandidatinnen und Kandidaten für den Nationalrat stellten sich den Fragen der Schülerinnen und Schülern.

Auf Einladung der Fachschaft Geschichte kamen die amtierenden Ständeräte Pirmin Bischof (CVP) und Roberto Zanetti (SP) sowie die Kampfkandidaten Marianne Meister (FDP) und Walter Wobmann (SVP) an die Kantonsschule und nahmen zu Freude der Maturandinnen und Maturanden an einem Podiumsgespräch teil. In einem ersten Teil standen dabei bildungspolitische Fragen im Mittelpunkt: Kann mit einer Zentralmatura die Qualität des Gymnasiums gesteigert werden? Braucht es für das Medizinstudium einen Numerus Clausus, obwohl der Schweiz jährlich ein paar Hundert Mediziner fehlen? Zu diesen Fragen gab es keine grossen Differenzen.

Im Anschluss stellten sich die Politikerin und die Politiker den Fragen der Maturandinnen und Maturanden. Es war erstaunlich, welche thematische Breite und welch hohe Qualität die Fragen der Schülerinnen und Schüler hatten. Umso so schwieriger war es für die Politiker, zufriedenstellende und profunde Antworten zu liefern.

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