Solothurn
Kann im «Eleven» bald bis fünf Uhr abgetanzt werden?

Der Solothurner Partytempel «Eleven» zeigt Interesse daran, als Testbetrieb für eine Öffnungszeit bis fünf Uhr mitzumachen. Ein Problem könnte aber der Umzug des Clubs darstellen.

Andreas Kaufmann
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Für seine Gästeschar möchte das «Eleven»-Team ebenfalls eine Stunde mehr rausholen.

Für seine Gästeschar möchte das «Eleven»-Team ebenfalls eine Stunde mehr rausholen.

Zur Verfügung gestellt

Ein klares «Ja, wir wären dabei» kommt von Veranstalter Markus Moerler auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, mit dem «Eleven»-Club am Versuch «Öffnungszeiten bis fünf Uhr» teilzunehmen. «Wir waren Mitinitianten bei der IG Nachtleben», jene Interessengruppe also, die zum Entscheid des Kantonsrats beigetragen hatte. 70 Anlässe bis vier Uhr morgens pro Saison sind aktuell gewerbepolizeilich fürs «Eleven» zugelassen.

Markus Moerler

Markus Moerler

AZ

In die Quere kommen könnte den Absichten aber der Umstand, dass fürs «Eleven» bis spätestens Mitte 2014 ein Umzug bevorsteht. Im Rahmen der Neuüberbauung und Neunutzung des Sauser-Areals passe das «Eleven» nämlich nicht mehr in die Mieterstruktur, liess die Sasolim Immobilien AG letzten November verlauten. Der Umzug des Clubs könnte also in die Testphase hineinlaufen und eine Teilnahme erschweren.

Nicht nur Stadt Solothurn

Was im Übrigen die Zukunft des «Eleven» angeht, zeigt sich Moerler gelassen: «Wir haben keinen Groll, dass wir da raus müssen.

Moerler und Sahin: Die neue Schanzengraben-Ära

Neben dem «Eleven» haben die Veranstalter Markus Moerler und Olcay Sahin weitere Schwerpunkte parat, wie beispielsweise das letztjährig erstmals lancierte Oktoberfest in der Reithalle: «Bereits heute läuft der Vorverkauf für den Anlass Ende Oktober sehr gut.» Zudem werden die beiden nach dem Ausscheiden des HESO-Gastronomen Urs Bucher im Schanzengraben die Festwirtschaft «Zur Schanze» aus der Taufe heben. «Nach einer öffentlichen Ausschreibung wurden wir als Veranstalter auserkoren.» Das Festzelt «Zur Schanze» soll einen rustikalen Anstrich erhalten. Moerler spricht vom «Bastions-Style», den er dort verwirklichen möchte. Währschafte Küche für den Durchschnittssolothurner soll serviert werden, und mit Volksmusik (vornehmlich aus dem Münchner Raum) soll ein Ambiente der guten Laune für Jung und Alt geschaffen werden. (ak)

Zur vergangenen Saison zieht Moerler eine durchwegs positive Bilanz, die ihn auch bei eben jener Lokalsuche zuversichtlich stimmt. «Das Ausbleiben von Skandalmeldungen über unseren Club ist sicher eine Referenz.» So herrsche mit den Nachbarn ein gutes Verhältnis, ebenso mit der Polizei. Dass bei 40000 Besuchern pro Saison auch kleinere Vorkommnisse stattfinden, sei klar, «aber die allermeisten Gäste haben bei uns einen friedlichen Abend».

Am 31. August startet das «Eleven» übrigens in seine fünfte Saison mit einem Fächer an Partyformaten für jede Altersgruppe. Das «Ü», ergänzt mit einer Alterslimite wird aber als Konzept auch weiterhin keine Verwendung finden: «‹Ü› steht aus unserer Sicht für ‹übertrieben›. Wir zählen darauf, dass an eine Party jene Leute kommen, die sich dort auch ihrem Alter entsprechend wohlfühlen.»

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