Milder Winter
Kälte und Schnee liessen im Januar 2014 auf sich warten

Nicht im geringsten winterlich gab sich der Januar 2014. Da kein Schnee- und erst recht kein Eistag zu verzeichnen war, fiel der Monat zu warm und auch etwas zu trocken aus. Der Winter kommt dieses Jahr auch nicht mehr, zumindest nicht vor Ende Jahr.

Wolfgang Wagmann
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29. Januar 2014: Die Masten der alten Sesselbahn auf den Weissenstein stehen unterhalb des Nesselbodens in einer braunen Schneise.

29. Januar 2014: Die Masten der alten Sesselbahn auf den Weissenstein stehen unterhalb des Nesselbodens in einer braunen Schneise.

Hanspeter Bärtschi

Mit 3,2 Grad plus im Monatsmittel oder 3 Grad über dem langjährigen Durchschnitt ist der vergangene Januar der zweitwärmste seit der Jahrtausendwende. Doch reichte der Wärmeüberschuss nicht annähernd an jenen von 2007 heran - damals wurde ein Monatsmittel von 4,5 Grad oder dasjenige eines kühlen Märzs registriert.

In Solothurn fiel der Niederschlag entsprechend fast durchwegs als Regen, und davon kamen über die 31 Tage gerade mal 70 Liter pro Quadratmeter zusammen, im Wallierhof Riedholz waren es immerhin 89,8 Liter.

Sonne zeigte sich öfter

Das neue Jahr startete relativ feucht und von den Temperaturen her durchwegs im positiven Bereich. Besonders regnerisch gab sich der erste Samstag 2014, der 4. Januar, mit 15 Liter oder Millimetern pro Quadratmeter in Solothurn.

Darauf folgte eine für den Januar eher unübliche Schönwetterphase von vier Tagen mit Tagesmaxima, die am zweistelligen Bereich kratzten. Erste Amseln stimmten bereits ihre Hochzeitslieder in der Abenddämmerung an, und der Göiferlätsch zeigte sich um den 10. Januar herum weitgehend ausgeapert, also in braungrün.

Erst auf Hilari, den 13. Januar, machte der Weissenstein seinem Namen wieder mehr Ehre, aber im Flachland liess sich der Winter weiterhin keineswegs blicken. Um die Monatsmitte herrschte eine leichte Inversionslage mit Hochnebel, doch trotz der zähen Suppe über dem Aaretal pendelten die Temperaturen im November-Bereich von 2 bis 5 Grad plus.

Erst an den letzten vier Januartagen gabs überhaupt leichten Bodenfrost, tagsüber aber bei eher sonnigem Wetter 2 oder 3 Plusgrade. Und der Schnee? Nur einmal wagte er sich bis Solothurn herunter, als leichter, weisser Film in den Morgenstunden des 24. Januar oder pünktlich auf den Beginn der Filmtage hin.

Eine Episode, die den bisher ohne jegliche Schneeräumung verlaufenen Winter 2013/14 nur bestätigte. Denn schon der November und Dezember waren bekanntlich schneearm, respektive schneelos verlaufen.

Es wird Frühling

Wer nun glaubt, dass der Februar - wie mehrfach in den letzten Jahren gesehen - den Winter erst richtig lanciert, der irrt. Zwar könnte der Sonntag etwas Schnee bringen, und das Wetter bleibt Anfangs Woche noch tiefdruckbestimmt im eher kühlen Bereich.

Schon ab Donnerstag setzt sich aber eine Südwestlage durch, die zunehmend wärmere Luft in den Alpenraum schaufelt. Wenns noch Schnee geben sollte, dann Anfangs März an der Fasnacht - denn die Statistik belegt, dass schwache Winter oft einen starken Abgang haben.

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