Die Solothurner Rockszene verliert ein Urgestein. Der Drummer Duco Aeschbach ist am vergangenen Sonntag im Alter von 71 Jahren unerwartet einem Herzversagen erlegen.

Aufgewachsen in Gerlafingen, machte er die Lehre als Autolackierer. Mit 19 Jahren kaufte sich Aeschbach sein erstes Schlagzeug und gründete zwei Jahre danach die wohl älteste Solothurner Rockband «Kaktus», die zusammen mit anderen Bands zum Vorläufer späterer Formationen wie «Krokus» und «Killer» wurde.

Das letzte Konzert von Kaktus

Mit Single-Erscheinungen wie «Milchmaa», ««Bombe-Multi-Spitze-Super-Irre-Wahnsinns-Hit», «Stützlisex» oder «Drink & sing about» haben sich «Kaktus» einen Namen gemacht, ebenso mit Alben wie «Airwaves», «Rocking Blood», «No time to die» und zuletzt «Back to the future» – eine Scheibe, die unter dem Arbeitstitel «Last Trip» lief. «Kaktus» machten sich auch als Vorgruppe von Rod Stewart oder «Status Quo» einen Namen.

Einen besonderen Meilenstein setzten Duco Aeschbach mit einem Weltrekord, der im Guiness-Buch Eingang fand: 1976 lieferte er im Hallenbad Zuchwil in 35 Minuten das längste Unterwasser-Schlagzeugsolo. (mgt/szr)