Elf Schulklassen haben sich an einem Gestaltungswettbewerb des Quartiervereins Weststadt beteiligt. Mit Papier und Farben im Gepäck machten sich rund 150 Schülerinnen und Schüler der Weststadt-Schulhäuser nach den Sommerferien auf den Weg, um sich im Umkreis von rund 20 Metern von einer zugelosten Örtlichkeit inspirieren zu lassen. Mit dabei auch ein Kindergarten sowie der Jugendtreff Tannenweg. Einzige Kriterien der Wettbewerbsaufgabe: Der Ort musste erkennbar sein und das gemalte Bild im Grossformat auch eine gewisse Originalität aufweisen.

Jury vom Resultat überrascht

Die Idee, einen Gestaltungswettbewerb mit dem Titel «Wir punkten in der Weststadt» auszuschreiben, stammt von Gregor Häusler, selbst als Lehrer tätig und Vorstandsmitglied des Quartiervereins. «Die letzten beiden Projekte des Vereins hatten mit Kunst von Erwachsenen zu tun, diesmal wollten wir die Kinder in den Vordergrund rücken», unterstrich Häusler an der Vernissage das Bemühen, den Blick der Weststadtkinder für ihr Quartier zu schärfen und sie einen Teil der Stadt von einer neuen Seite sehen zu lassen.

Das Resultat habe die fünfköpfige Jury überrascht und ihr die Aufgabe, aus den 36 Bildern drei Siegesprojekte auszuwählen, nicht einfach gemacht. «Wir haben uns sehr intensiv mit den verschiedenen Bildern auseinander gesetzt und uns für die Bewertung Zeit genommen.» Vor allem die Farbigkeit, die Ideenvielfalt und das Engagement der Kinder und Jugendlichen habe die Jury beeindruckt.

Jeder Schüler machte eine Skizze

Eindrücklich war auch die Preisverleihung auf dem Vorplatz des Schulhauses Brühl, wo die auf Stellwänden montierten Bilder diese Woche besichtigt werden können. Strassenzüge, Wegkreuzungen, Velowege, das «Kofmehl», der Bootshafen, Sportplätze und die Eisenbahnlinie zeugen von der Vielfalt der Weststadt, mit der die Schülerinnen und Schüler konfrontiert wurden.

Dass die Rudolf-Steiner-Schule mit Bild Nummer 26 als Siegerin hervorging, freute nicht nur die anwesenden Schüler, sondern auch ihr Lehrer Jürg Haugstetter: «Wir liessen von jedem Schüler der 7. Klasse eine Skizze herstellen und haben anschliessend miteinander beraten, was in das Bild einfliessen soll.»

Der Zeitdruck sei gross gewesen und deshalb wäre auch sehr expressiv gemalt worden. Den zweiten Preis entgegennehmen konnte der Kindergarten von Cornelia Lüthi mit einem Bild, das den Titel «Beim Kofmehl» trägt. Den dritten Rang belegte das Bild «Beim Clubhaus des FC Blustavia» der 5./6. Klasse von Manuela Benigni. Den Geldpreis können die Gewinner in ein Klassenprojekt einfliessen lassen. Was aber geschieht mit den Bildern? «Sie können im Schulzimmer aufgehängt oder auch verkauft werden», so die Schulleiterin des Schulhauses Brühl, Katharina Stebler.