Solothurn
Junges Engagement gleich um die Ecke im Schanzengraben

Das Angebot im Jugendzelt der Herbstmesse Solothurn bewährt sich. Die kantonale Jugendförderung und der Verein «Volumeteer» ziehen für 2012 eine erste Zwischenbilanz.

Andreas Kaufmann
Merken
Drucken
Teilen
Heso 2012: Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt
13 Bilder
Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt
Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt
Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt
Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt
Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt
Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt
Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt
Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt
Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt
Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt
Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt
Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt

Heso 2012: Hip Hop-Danceworkshop im Jugendzelt

Hanspeter Bärtschi

Zum sonst erwachsenen Angebot der HESO setzt das Jugendzelt Gegenakzente. Dort wird ein buntes Programm ab 16 geboten, «eine Plattform für Jugendinitiativen, für Organisationen oder Vereine», sagt Marco Setz, Zelt-Projektleiter von der kantonalen Jugendförderung, die fürs Tagesprogramm verantwortlich ist. Der Betrieb gestaltet sich als inhaltlicher Selbstläufer: «Das Angebot richtet sich an Jugendliche, die sich selber engagieren möchten statt nur konsumieren.» Hier lancieren Jugendliche für andere Jugendliche Darbietungen und Workshops.

Ganze Lebenswelt abgedeckt
Vom Mädchenchor-Konzert über jugendpolitische Podien bis hin zum DJ-Workshop oder literarischen Werkstätten wird auch heuer die Lebenswelt der Jugendlichen abgedeckt: «Vom Tanz übers Basteln bis hin zum Thema Sprache sind alle Sparten vertreten.» Unter Mithilfe der Jungjournalisten von tink.ch lernen Jugendliche, wie man einen Artikel verfasst oder wetteifern in einem Schreibwettbewerb.

Jung-DJs laden hinter die Plattenteller ein, auf der Bühne rocken aufstrebende Nachwuchsbands, und für Denk- und Geschicklichkeitsspiele stehen entsprechende Tische bereit. Hinter alledem steht vor allem der Präventionsgedanke. So wird beispielsweise unter dem Stichwort «Roundabout» mit Breakdance und Hip-Hop dem Gesundheitsaspekt Rechnung getragen. Auch das Kontakteknüpfen zwischen den Jugendlichen und mit der Jugendförderung steht im Vordergrund, wie Setz weiter ausführt.

Spontaneinlage in Sachen Breakdance

Bereits zieht er eine zufriedene Zwischenbilanz der bisherigen Anlässe: «Wir sind zu einem festen Bestandteil der HESO geworden. Zu vielen bekannten Gesichtern kommen stets neue hinzu.» Gerade die «Roundabout»-Tanzanlässe seien sehr gut angekommen. Dies, obwohl die «Hauptschlagadern» des Besucherstroms nicht gerade an Halle 14 - «um die Ecke» des Schanzengrabens - vorbeiführen. Notfalls behilft man sich auch spontaner Aktionen inmitten des Getümmels: «So ist die Breakdance-Gruppe mit einer ungeplanten Tanzeinlage vor dem Sonderschau-Zelt auf Anklang gestossen.» Und vielleicht geben die Breakdancer noch eine «Zugabe».

Das weitere Programm im HESO-Jugendzelt

Für die restliche HESO stehen noch einige Höhepunkte im Jugendzelt an. Nach den heutigem Slackline-Workshop sowie diversen Spielen (ab 14 Uhr) findet morgen ab 18.30 Uhr eine Podiumsdiskussion statt. Stadtpräsident Kurt Fluri (FDP), Gemeinderätin Franziska Roth (SP) und Juko-Präsident Pascal Walter (CVP) setzen sich mit der Frage auseinander: «Wo hat die Jugend ihren Platz?». Am Samstag ab 13 Uhr können sich die Jugendlichen mit Slampoesie und Schreibsport auseinandersetzen. Den Abschluss bildet am Sonntag ein Spielnachmittag ab 13 Uhr. Im Abendprogramm wird heute Rapper Greis (ab 19.30 Uhr) auftreten. Rustikal gehts am Donnerstag mit einem Oktoberfest weiter, während am Freitag und Samstag zwei Partys das Programm abrunden. (ak)

Abdeckung auch im Partybereich

Eigeninitiative steht auch beim Verein «Volumeteer» im Zentrum, der fürs Abendprogramm verantwortlich zeichnet. «Brätschvoll», so das positive Zwischenresumee des Vereinspräsidenten Thomas Schnetz zu den ersten Partys. Besonders streicht er dabei den Bandcontest von Sonntagabend hervor. Ungeachtet des Partycharakters des Schanzengrabens: «Unser Vorteil ist, dass wir das einzige Zelt haben, das Jugendliche bereits ab 16 Jahren hereinlässt.» Tiefe Getränkepreise und der Verzicht von Alkohol zeichnen das «Volumeteer»-Konzept aus.

Und so wie sich der Namen aus den englischen Wörtern für «Lautstärke» («Volume») und «Freiwilliger» («Volunteer») zusammensetzt, ist Verein von den Sponsoren, vor allem aber auf seine rund 30 freiwillige Helfer angewiesen. Und - auf die Ideen, die auch bei künftigen Jugendzelten für ein buntes Angebot sorgen werden.