Regio Energie Solothurn
Junge Grüne üben Kohle-Kritik an Regio Energie

Der Energieversorger Regio Energie Solothurn soll an deutschen Kohlekraftwerken beteiligt sein. Dies geht aus einem Bericht von 10vor10 hervor, der am Montag ausgestrahlt wurde. Dies kritisieren die Jungen Grünen Solothurn.

Michael Hugentobler
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Keystone

Dass ein Unternehmen, das vollständig der öffentlichen Hand gehört, ausgerechnet in den umweltschädlichsten Energieträger investiert, ist für Cyrill Bolliger, Vorstand der Jungen Grünen Solothurn, unverständlich. «Wenn die Regio Energie wirklich etwas fürs Klima machen möchte, wie sie uns auch ständig in ihren Publikationen vorgaukelt, würde sie auf keinen Fall in Kohlekraftwerke investieren» schreibt Bolliger in einer Medienmitteilung.

«Besser Wind oder Solar»

Kohlekraftwerke sind die CO2-Intensivsten unter den Kraftwerken. «Falls es darum gehen sollte, freies Kapital zu investieren, fordern wir die Regio Energie auf, ihr Geld in Wind- oder Solarenergieprojekte anzulegen.» sagt der Gemeinderat der Jungen Grünen, Christof Schauwecker. Im Bereich der Solarenergie seien gar lokale Projekte vorhanden, die sich wirtschaftlich lohnen würden. Auch Windenergie sei besonders auf den Jurahöhen ein grosses Thema.

«Strompreise stiegen zu stark»

«Wir haben uns 2008 mit 1,15 Millionen Franken am derzeit modernsten Steinkohlekraftwerk in Lünen beteilig», sagt dazu Sandra Hungerbühler, Mediensprecherin Regio Energie. Die Beteiligung sei erfolgt, nachdem sie - auch von Seite der Grünen Solothurn - aufgefordert worden seien, dafür zu sorgen, dass die Strompreise nicht so stark steigen. «Wir fühlten uns danach aufgefordert, nach günstigerem Strom zu suchen und haben uns auf den Weg gemacht», sagt Hungerbühler.

40 Mio. Investitionen in ökologische Energien

Parallel beteilige sich Regio Energie mit zwei Millionen an einer Wind-Farm in Norddeutschland und mit 750 000 Franken an einer Biogasanlage in der Region Solothurn. 30 Millionen würden in Fernwärme investiert. «Aus 40 Millionen Investitionen in ökologische Energien haben wir davon 3 Prozent in ein Steinkohlekraftwerk investiert, und den Rest in ökologische Projekte.»

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