Solothurn
Junge Grüne erhalten nach Unterstützung der Asylbewerber Morddrohung

Die Jungen Grünen Solothurn haben per Mail eine Morddrohung erhalten, nachdem sie die protestierenden Asylsuchenden unterstützt hatten. Die Partei hat eine Anzeige gegen Unbekannt eingereicht.

Drucken
Teilen
Die Jungen Grünen haben eine Anzeigen gegen den unbekannten Absender eingereicht. (Symbolbild)

Die Jungen Grünen haben eine Anzeigen gegen den unbekannten Absender eingereicht. (Symbolbild)

Keystone

Die Jungen Grünen Solothurn wollen nach einer anonymen Morddrohung eine Anzeige gegen Unbekannt einreichen. Die Jungpartei erhielt die Drohung nach eigenen Angaben per E-Mail.

Exponenten hatten die protestierenden Asylbewerber auf dem Bahnhofplatz Solothurn unterstützt. Eine solche Drohung könne nicht toleriert werden, teilten die Jungen Grünen Solothurn heute mit.

Der Inhalt der Drohung richte sich gegen Asylsuchende, gegen die Jungen Grünen und gegen alle, die Asylbewerber unterstützen würden. Die anonyme Morddrohung habe man am Dienstag auf die «Info»-Mailadresse der Partei erhalten, sagte Vizepräsident Christof Schauwecker auf Anfrage. Das E-Mail sei über einen Schweizer Provider verschickt worden.

Mitglieder der Jungen Grünen hatten die zehn Asylbewerber unterstützt, die mehrere Tage auf dem Vorplatz des Bahnhofs Solothurn campiert hatten.

Man habe geholfen, die Plakate zu schreiben. Ausserdem seien Tee, Kaffee und Wolldecken vorbeigebracht worden. Asylsuchende sollten nicht für längere Zeit in Zivilschutzanlagen untergebracht werden, sagte Schauwecker. (sda)

Aktuelle Nachrichten