Das alljährliche Aaretauchen der Jungen Grünen Solothurn brachte dieses Jahr Überraschendes zu Tage. Neben mehreren Handys, einer VHS-Kassette und einem Fidget-Spinner wurden auch ein Liegestuhl und sogar eine Polizei-Absperrung in der Aare gefunden. 

Mit einem Tweet machten die Jungen Grünen die Kantonspolizei auf ihren Fund aufmerksam.

Jedoch gehört die Absperrung nicht zum Material der Kantonspolizei, sondern zu demjenigen der Stadtpolizei Solothurn. «Es kommt vor, dass uns Material weggenommen wird und in der Aare landet», erklärt Polizeikommandant Peter Fedeli auf Anfrage der Solothurner Zeitung. «Wenn möglich, versuchen unsere Leute das Material wieder herauszufischen.» Dies sei in diesem Fall aber nicht möglich gewesen. Er versichert, dass sie die Absperrung im Landhausquai abholen werden. 

«Mit dieser Aktion wollen wir daran erinnern, dass Umweltverschmutzung nicht immer sichtbar ist», erklärt Julia Hostettler, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Solothurn, in einer Mitteilung. «Die Aare sieht sauber aus, aber auf dem Grund des Flusses sind die Spuren der menschlichen Zivilisation unverkennbar.» Co-Präsident Samuel Röösli fügt an: «Das Aaretauchen ist ein Symbolbild für die Umweltpolitik der Schweiz, die auf den ersten Blick genügend erscheint, jedoch unter der Lupe betrachtet zu lasch ist.» (chg)