Fischereiverein Solothurn
Jetzt gehts den Forellen wieder an die Kiemen

Die Fischer können sich freuen: Am Mittwoch ist der Startschuss in die Fischersaison gefallen. Einige Angler wagten sich trotz kalten Temperaturen auf die Aare.

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Im Morgengrauen kurz nach 6 Uhr sind die ersten schon unterwegs.
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Zu zweit macht es mehr Spass, auf die Forellen zu warten.
Fischer Peter Ziebold fährt dorthin, wo es die grössten Forellen hat: kurz oberhalb der Eisenbahnbrücke.
Zwei Kollegen sind dort erfolgreich, wo Peter Ziebold anderthalb Stunden gewartet hat.
Der Köder wird angebracht.
Die Netze und Angeln werden wieder ausgeworfen
Fischer Ronny Annaheim aus Rüttenen ist der Saisonauftakt buchstäblich geglückt. Drei Forellen zog er aus dem Wasser, die grösste war 51 Zentimeter lang. Noch etwas skeptisch schaut Hund Balu dem Treiben oberhalb der Solothurner Eisenbahnbrücke zu.
Bei diesen Temperaturen ist das Fischen schwieriger als sonst.

Im Morgengrauen kurz nach 6 Uhr sind die ersten schon unterwegs.

Hansjörg Sahli

Bei diesen tiefen Temperaturen setzen wenige Leute den Fuss nach draussen. Lieber bleiben sie warm eingepackt in den eigenen vier Wänden. Nicht so die Solothurner Fischer! Sie wagten sich am Mittwoch schon früh mit ihren Booten und der Fischerausrüstung auf die Aare. Ihr Ziel: Forellen mit nach Hause zu nehmen.

Gabriel Van der Veer vom Amt für Jagd und Fischerei schätzt, dass sich am Morgen ungefähr 10 bis 12 Boote auf der Aare bei Solothurn befanden. Häufig waren die Fischer zu zweit unterwegs, so auch Van der Veer. Bis ein Fisch anbeisst, wird die Wartezeit mit Gesprächen überbrückt.

Stolz erzählt Van der Veer, dass er trotz der erschwerten Wetterbedingungen eine Forelle fischen konnte. «Das heutige Wetter hatte schon einen Einfluss aufs Fischen. Man bekommt schnell kalte Finger und fischt somit automatisch weniger lang und präzis als sonst.»

Glück und Geschick

Damit sich unter anderem die Fischbestände regulieren, gibt es Fristen, an die sich die Fischer halten müssen (siehe Kasten).

Schonzeiten

Bachforelle (in Aare und Kanälen, Emme und Dünnern): 1.Oktober bis 15.März

Äsche: 1.Januar bis 15.Mai

Hecht: 1.März bis 30.April

Felchen: 1.November bis 31.Dezember

Es gilt jeweils ein Fangmindestmass.

«Die Forellen haben Schonzeit vom 1. Oktober bis zum 15. März», erklärt Van der Veer. Deshalb dürfe man erst am 16. März wieder Forellen fischen.

Die Sportfischer fangen in der Aare auch Alet, Hecht, Egli und andere Arten.

Wer einen Fisch fangen will, muss nicht nur Glück haben, sondern auch Geschick beweisen. Aus diesem Grund fischt Gabriel Van der Veer auch so gerne. «Draussen in der Natur zu sein, geniesse ich sehr. Ich mag den Nervenkitzel, wenn ich schlauer als der Fisch sein muss. Ich muss ihn zuerst überlisten, um ihn schliesslich zu fangen.» (nac)