Filmtage-Eröffnung
«Jede Komparsen-Maske, jedes Auto war so authentisch»

Beim Apéro im Konzertsaal wurde der Eröffnungsfilm «Akte Grüninger» gelobt. Die Gäste schlugen auch neue Schweizer Filmthemen vor.

Fränzi Rütti-Saner
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Apéro im Konzertsaal nach Eröffnungsfilm «Akte Grüninger»
13 Bilder
Staatsschreiber Andreas Eng
Ein Saal voller Apéro-Gäste
Nationalrat Philipp Hadorn
Margrit Jaggi, Balm bei Messen, Simon Wiedmer, Kriegstetten
Eröffnungsapero im Konzertsaal
Karin und Peter Büttler, Laupersdorf
Jitka und Art Winkler, Witterswil
Hubert und Esthi Bläsi
Eröffnungsapero im Konzertsaal
Eröffnungsapero im Konzertsaal
Auch Alt Bundesrat Samuel Schmid war da
Petra und Kuno Tschumi, Derendingen

Apéro im Konzertsaal nach Eröffnungsfilm «Akte Grüninger»

Hanspeter Bärtschi

Nach der offiziellen Eröffnung der Solothurner Filmtage in der Reithalle war es für die geladenene Gäste an der Zeit, sich entlang dem «Kerzenweg» in den Konzertsaal zu begeben. Getränke und feine Häppchen warteten auf die Gäste. Small-Talk war angesagt.

Hauptthema im Gedränge: Der soeben gesehene Film. Karin und Peter Büttler aus Laupersdorf waren begeistert. «Mich hat die Geschichte mit ihrer Emotionalität gepackt», sagte Karin Büttler. «Mir hat gefallen, dass alles so authentisch war. Jede Komparsen-Maske, jedes Auto», meinte Peter Büttler.

Man fragte sich unter den Gästen auch, welche Schweizer Filmthemen denn in Zukunft mal angepackt werden sollten, so wie Seraina Rohrer das in ihrer Eröffnungsrede anregte. «Ein Film über den Landesstreik wäre doch ein spannendes Thema», meinte der Gerlafinger Nationalrat Philipp Hadorn.

Eine unbequeme Realität

Auch Hubert Bläsi, Gemeinderat aus Grenchen, war vom Film begeistert. «Er zeigt uns eine Realität, die man gerne verdrängt. Es gab keine Effekthascherei, sondern die Personen wurden fast dokumentierend vorgestellt», lobte er weiter. Als neues Filmthema wünschte sich Bläsi auch mal eine positive Geschichte aus der Schweiz. «Man soll nicht nur immer in Wunden stochern.»

Alt Bundesrat Samuel Schmid ist ein regelmässiger Gast an den Solothurner Filmtagen. «Mir hat der Film ganz gut gefallen», konstatierte er. Er erinnere sich noch an die Diskussionen um die Rehabilitation von Paul Grüninger im Nationalrat in den Neunziger Jahren.

Kuno Tschumi, Gemeindepräsident von Derendingen, brachte es auf den Punkt: «Der Film zeigte eindrücklich, in welchem Dilemma Behördenvertreter stecken, die zwischen Pflicht und Menschlichkeit wählen müssen.»

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