Wasserstadt
Ivo Bracher hofft auf die Arbeit von Entsorgungsprofis

«Es ist ganz wichtig, dass die Totalsanierung geprüft wird», sieht Wasserstadt-Initiant Ivo Bracher trotz der leichten Enttäuschung über den weiteren Aufschub des definitiven Entscheids zur Stadtmist-Sanierung einen wichtigen positiven Aspekt.

Wolfgang Wagmann
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Ivo Bracher und ein Modell der Wasserstadt. (Archiv)

Ivo Bracher und ein Modell der Wasserstadt. (Archiv)

Hanspeter Bärtschi

Dazu gehört, dass man die Teilsanierung offenbar nicht einfach akzeptieren wolle und könne.

Diese Vorgehensweise sei auch in Kölliken gescheitert, und nach ausgegebenen 150 Mio. Franken habe der Kanton Aargau 2003 die Gesamtsanierung für 660 Mio. Franken veranlasst, schreibt auch Peter Boesch, Geschäftsführer der Wasserstadtsolothurn AG, in einer Stellungnahme.

Für Ivo Bracher ist wichtig, dass jetzt Entsorgungsprofis mit der Prüfung der Totalentsorgung betraut werden. «Es gibt dafür in der Schweiz nur drei, vier Firmen. Unsere Bonainvest hat schon mit ihnen zusammengearbeitet. Sie werden nicht nur Wege zur Kostenersparnis aufzeigen, sondern auch, wie die Entsorgungsdauer auf vielleicht zwei, drei Jahre verkürzt werden kann», stellt Bracher die für eine Totalsanierung veranschlagten zehn Jahre infrage.

Damit sei «Zeitgleichheit» mit der Biogen-Inbetriebnahme in Luterbach «durchaus möglich». Mit anderen Worten: Biogen-Angestellte könnten damm über attraktive Wohnungen in der Wasserstadt verfügen. Das 2007 von Herzog & deMeuron entwickelte und später überarbeitete Projekt sieht 700 Wohnungen an einer Aareschleife vor.

Die Wasserstadtsolothurn AG fordert auch einen klaren raumplanerischen Entscheid von Kanton und Stadt. Auf der Stufe Nutzungsplanung seien die Arbeiten «sofort» in Angriff zu nehmen. Für Ivo Bracher steht fest: Die Gesamtfinanzierung der Wasserstadt ist machbar, «sogar, wenn sie 400 Mio. Franken kosten würde.» Und: «Es gibt keinen anderen Weg, als den ganzen stinkenden Müll des Stadtmists verschwinden zu lassen.»

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