Wasserstadt

Ivo Bracher: «Alle erwähnten Stolpersteine sind lösbar»

Ivo Bracher

Ivo Bracher

Auch wenn das Stadtpräsidium Kurt Fluri in seiner Antwort auf eine FDP-Motion mögliche Stolpersteine für die Wasserstadt sieht, nimmt die Wasserstadt Solothurn AG «die positive Antwort des Stadtpräsidiums mit Genugtuung zur Kenntnis.»

Alle erwähnten «Stolpersteine» seien lösbar, teilt Wasserstadt-Initiant Ivo Bracher mit. Optimistisch stimme insbesondere Kurt Fluris Aussage, dass die Sanierung des Stadtmists nicht auf spätere Generationen verschoben werden soll. Auch wenn die Stadt noch zusätzliche Abklärungen von Fachspezialisten abwarten möchte, erkennt Bracher doch einen «grundsätzlichen Willen zur Totalsanierung».

Eine blosse Teilsanierung würde «zwangsläufig zu einer Verschiebung der Sanierungsproblematik auf spätere Generationen führen». Dies ist aus Sicht der Wasserstadt AG keine Option: «Ein zweites ‹Kölliken› wird sicherlich von niemandem gewünscht». Zudem führe eine Sanierung der Deponie ohne Wasserstadt zu hohen Kosten für die Stadt und «zwangsläufig» zu Steuererhöhungen.

Einvernehmliche Lösung

Bezüglich raumplanerischer Vorgaben sieht die Wasserstadt AG anders als der Stadtpräsident keine Konkurrenz zwischen «Weitblick» und Wasserstadt. Im Gegenteil: Beide Projekte würden sich «geradezu optimal ergänzen», so Bracher. Mit einer gewissen Besorgnis nimmt die Wasserstadt Solothurn AG den Zeitplan für die raumplanerische Umsetzung zu Kenntnis. «Dass die Stadt Solothurn vom gegenwärtigen historisch tiefen Zinsniveau nicht Gebrauch machen möchte, ist bedauerlich.»

Die Wasserstadt-Promotoren sind überzeugt, dass mit dem TCS und dem Pächter des Landwirtschaftslandes eine einvernehmliche Lösung gefunden werden könne. Zudem seien die erwähnten 575 Interessenten mittlerweile sogar auf 680 angewachsen. «Dies belegt eindrücklich, dass die Wasserstadt bereits heute über eine Leuchtturmfunktion für die Stadt und die Region verfügt». Eine nachhaltige, für Stadt und Kanton möglichst kostenneutrale Sanierung des Stadtmistes liege zweifellos im Interesse der ganzen Bevölkerung. (mgt)

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