Solothurn Classics
Iris Kofmel ist glücklich, aber auch etwas müde

Iris Kofmel, die neue Leiterin der Solothurn Classics, hat ihre Feuertaufe bestanden. «Ich bin schon etwas müde, aber auch sehr glücklich über die vergangenen Tage», so Kofmehl.

Fränzi Rütti-Saner
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Für Iris Kofmel geht eine ereignisreiche Woche zu Ende.

Für Iris Kofmel geht eine ereignisreiche Woche zu Ende.

Hanspeter Bärtschi

Heute Abend startet mit «La Traviata» die letzte Vorstellung der Solothurn Classics 2012. Für dessen junge Leiterin, Iris Kofmel, geht damit eine äusserst ereignisreiche und arbeitsintensive Woche zu Ende. «Ich bin schon etwas müde, aber auch sehr glücklich über die vergangenen Tage. Es wurden qualitativ sehr gute Vorstellungen geboten. Die Ausgabe 2012 war musikalisch hochklassig», freut sie sich. Viele positive Rückmeldungen von Zuschauern bestätigen ihr dies. Dass insbesondere auch die Solistengala und die neue «Romantic Night» guten Anklang fanden, freue sie umso mehr, als sie selbst für deren Programmauswahl zuständig war.

Das Publikum geniesst die Aufführung von «Otello» in der Reithalle.

Das Publikum geniesst die Aufführung von «Otello» in der Reithalle.

Hanspeter Bärtschi

Wer die Vorstellungen aber besuchte, sah, dass an manchen Abenden lediglich die Hälfte der Plätze besetzt waren. Dazu sagt Kofmel: «Anhand des Vorverkaufs wussten wir jeweils im Vorfeld, wie die Abende besucht waren. Deshalb wussten wir, was uns erwartete.» Doch die vielen positiven Feedbacks der Besucher habe sie in ihrer Arbeit bestärkt. Für die freien Plätze hat sie eine Erklärung: «Viele Firmen haben die Classic-Konzerte oft als Kundenanlässe gebucht. Durch den Ausfall des letzten Jahres haben sie sich halt anders umgesehen. Ich habe aber bereits Zusagen, dass man sich in Zukunft wieder fürs Classic entscheidet und zurückkommen wird.»

Wetter hat nicht mitgespielt

Auch das Wetter hat in dieser Ausgabe nicht so mitgespielt, wie man sich das in Solothurn wünschte. Etliche Vorstellungen mussten in der Reithalle stattfinden. «Wir haben immer die richtige Entscheidung getroffen», sagt Kofmel jedoch, «denn wir sind nicht nur dem Publikum, sondern auch der Gesundheit der Sänger verpflichtet.» Den Künstlern dieser Ausgabe spendet die Leiterin generell ein grosses Lob. «Man hat gespürt, dass es den Sängerinnen, Sängern, den Musikern und Dirigenten wichtig ist, nach Solothurn zu kommen und hier eine tolle Vorstellung abzuliefern. Man schätzt die familiäre Atmosphäre und die kurzen Wege.»

David Crescenzi führt Orchester und Chor.

David Crescenzi führt Orchester und Chor.

Hanspeter Bärtschi

Gut angekommen ist beim Publikum – neben den musikalischen Neuerungen wie der «Romantic Night» – auch das Festival-Restaurant «La Traviata». «Zunächst waren die Besucher noch etwas zurückhaltend, im Lauf der Woche kamen aber immer mehr Besucher ins Zelt», weiss Kofmel. Jetzt sind die Verantwortlichen schon wieder daran, das nächste Solothurn Classics auf gute Wege zu bringen. Das Programm 2013 steht bereits. «Wir sind zuversichtlich, die Zuschauerzahlen der Vergangenheit wieder zu erreichen», sagt Kofmel.