Solothurn

Interessent bietet 1'230'000 Franken fürs Chantier-Areal

Die Bürgergemeinde will dieses Areal verkaufen.

Die Bürgergemeinde will dieses Areal verkaufen.

Die Sterki Bau AG möchte das Chantier-Areal von der Bürgergemeinde Solothurn kaufen. Der Rat hat zudem beschlossen, dass der neue Einsiedler Ende September gewählt wird.

Der Solothurner Bürgerrat hat beschlossen, am 12. September eine ausserordentliche Bürgerversammlung einzuberufen. Ihr werden Immobiliengeschäfte vorgelegt, welche in ihren Kompetenzbereich fallen.

Es handelt sich dabei um den Verkauf des Chantierareals und eines Grundstückteils auf der Spitzallmend in Bellach. Dazu kommen Fragen betreffend die Reinvestition der Erlöse und die Realisierung von Holzschnitzelheizungen.

Für das Chantierareal liegt jetzt, so Bürgergemeindepräsident Wyniger aufgrund eines Beschlusses der Domänenkommission, von der Sterki Bau AG ein Kaufangebot über 1'230'000 Franken vor, das akzeptiert werden sollte. Die Käuferin übernimmt zudem die Kosten für die Altlastenentsorgung sowie diejenigen für Herrichtung (Abbruch, Erschliessung und allfällige Leitungsverlegungen).

Zudem verpflichtet sie sich, bei allfälliger Realisierung einer Holzschnitzelheizung einen Teil des Areals zur Verfügung zu stellen und die Energie beim Betreiber dieser Anlage zu beziehen.

Der Verkaufserlös soll in die neue Liegenschaft auf der Spitzallmend in Bellach reinvestiert werden. Dies entspricht einem seit langem gültigen Strategiebeschluss des Bürgerrats, dass Erlöse aus Desinvestitionen schnell in erfolgversprechende Objekte reinvestiert werden sollen. Die Finanzkommission mahnt zur Vorsicht hinsichtlich Verschuldung und empfiehlt, die Ertragsüberschüsse vollumfänglich für die Amortisation zu verwenden.

Das zweite Geschäft betraf das weitere Vorgehen auf der Spitzallmend in Bellach. Ein Landanteil von 10'887 Quadratmetern (rund vier Fünftel der Gesamtfläche) soll, folgend einer Planungsvereinbarung von 2013, an die Helvetia Versicherung für 1'959'660 Franken verkauft werden. Die Bürgergemeinde realisiert auf ihrem Restgrundstück der Spitzallmend ein Gebäude zu Bruttoinvestitionskosten von 6 460 000 Franken (netto 4'500'340 Franken).

Schwierige, zwiespältige Entscheide

Die vollzählig versammelten Bürgerrätinnen und -räte machten sich den Entscheid nicht leicht. Auf der einen Seite würde man Land lieber im Baurecht abgeben, andererseits jedoch liegt ein gutes Kaufangebot vor, das kaum so bald übertroffen wird.

Der Rat lehnte jedoch ab, dass die Bürgergemeinde für die neue Überbauung der Spitzallmend 900'000 Franken in eine Holzschnitzelheizung investieren soll. Auch hier traten zwiespältige Gefühle quer durch die Fraktionen zu Tage: Auf der einen Seite würde man gerne eine ökologisch vorbildliche Lösung quasi beispielgebend realisieren - und natürlich auch Absatz für Pellets generieren -, auf der anderen Seite waren dann aber die Unsicherheiten doch zu gross.

Dass die Anlage für eine kleine Ausführung zu gross und für eine grosse zu klein ist, war ein Hauptargument gegen sie. Man will sich allerdings ausdrücklich weiter in diese Richtung engagieren und beauftragte die Arbeitsgruppe Energie, der eine ausgezeichnete Leistung bestätigt wurde, in ihren Abklärungen fortzufahren.

Organisatorisches und Personelles

Der Bürgerrat beschloss sodann die vorangekündigte ausserordentliche Bürgerversammlung am 12. September in der Säulenhalle des Landhauses durchzuführen.

Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger teilte mit, dass die Wahl des neuen Einsiedlers in der Bürgerratssitzung vom 26. September erfolgt. In seiner Funktion als Präsident der Spitalstiftung gab er bekannt, dass für die Domaine de Soleure mit Marcel Studer ein neuer Standortleiter Solothurn gewählt wurde.

Er hat eine Lehre als kaufmännischer Angestellter und unter anderem an der Hochschule Wädenswil den Weiterbildungskurs Wein 2000 absolviert. Er war aussen- wie innendienstlich in Beratung und Verkauf tätig und tritt die Stelle am 1. September an.

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