Solothurn

Individualität ohne Grenzen: Zehn Künstler stellen im Landhaus gemeinsam aus

Zehn Kunstschaffende aus der Region zeigen als Künstlergruppe Landhaus noch bis am 25. Juni in der Säulenhalle ihre Werke. Dabei steht für die Künstler nicht der Verkauf im Vordergrund. Ihnen ist wichtiger, dass sie sich zeigen können.

Es ist der Mix, der es ausmacht: Alte Bekannte und neue Entdeckungen wechseln sich in der Künstlergruppe Landhaus ab. Ueli Trösch, der selbst ausstellt und seit vier Jahren für die Gruppe die Ausstellung organisiert sieht auch Unterschiede im Geschäftsverlauf: «Ein Jahr verkaufen die einen wie wild, im andern dann wieder weniger. Aber der Verkauf ist nicht absolut im Vordergrund, wichtig ist auch, dass wir uns zeigen können.»

Dafür sei die Säulenhalle ideal, weil «sehr zentral gelegen.» Einschränkungen macht Trösch zur Ausleuchtung des Raums und zur Vorschrift, dass der Apero übers Palais Besenval bezogen werden muss. «Damit fallen Kosten an, die den Verkauf von Bildern halt doch erforderlich machen.» Früher waren jeweils elf Kunstschaffende dabei, doch hätten sich zehn als Ideal für die Ausstellung erwiesen.

Der Lehrer und seine Wandtafel

Gleich ins Auge stechen die Werke eines Debütanten in der Säulenhalle: Der Berner Daniel Bürki kann und will seinen ursprünglichen Beruf als Lehrkraft nicht verleugnen. Faszinierend sein Spiel mit dem Hintergrund einer Wandtafel, auf deren Fläche er mit einfachen Symbolen plakativ Themen wie den «Lebensweg», «Kompetenz» oder «Selbstmanagement» an den Betrachter heranbringt. Erstmals vertreten ist auch die Solothurnerin Roswitha Peterzelka, die nach Acryl, Asche oder Kohle neu auch auf Techniken mit Wachs, Tusche oder Champagnerkreide setzt.

Der Unterschied machts

Mal abstrakt, mal real kommen die Werke von Ausstellungsmacher Ueli Trösch daher, wobei ein blühender Baum aus den sonst eher ruhigen Flächen hervorsticht. Ebenfalls einen Mix an Stilarten bevorzugt die Solothurnerin Maxine Bitterli-Funnell, wobei auch die Irone nicht zu kurz kommt. So vor allem beim Schweine-Kuddelmuddel «Pig-Ment».

Dagegen zieht Cornelia Monteil, ebenfalls aus Solothurn, eine konsequente Linie mit ihren blassgrünen oder pinkigen Bildern durch, jedes geprägt durch eingearbeitete Buchstabengruppen.

Eine alte Bekannte ist die Bettlacherin Elisabeth Kocher. Sie setzt auf sehr realistische, bunte Stil-leben und Landschaftsszenen. Viel zurückhaltender, weil fast durchwegs in Ocker-Braun- und Rosttönen gehalten, wirken die Werke von Oli Melly-Ruetsch (Solothurn).

Abgerundet wird die einwöchige Ausstellung durch die ebenfalls schon mehrfach vertretene Solothurnerin Maya Bernasconi und Margrith Kiener aus Utzenstorf mit ihren Landschaften, Blütenessenzen oder einer blumigen Spirale.

Und für einen dynamischen Blickfang sorgt last but not least Sandra Dürr aus Niederönz mit Werken wie «Hale Bob» oder der in lila gehaltenen «Rhapsody in purple».

Geöffnet: Donnerstag, Samstag, Sonntag 10 bis 17 Uhr, Freitag, Montag, Dienstag, Mittwoch 14 bis 19 Uhr.

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