Hohenlinden
In dieser ehemaligen Villa passiert so einiges

Mit einem Tag der offenen Türen gewährte die Hauswirtschaftsschule Hohenlinden Einblicke in ihr breitgefächertes Ausbildungsangebot.

Gundi Klemm
Merken
Drucken
Teilen

Wagmann Wolfgang

Wer sich für hauswirtschaftliche Fragen interessiert, der genoss beim Besuch den Einblick in die früher herrschaftliche Villa Höhenlinden, ihre Haupt- und Nebengebäude mit praktischen und ansprechenden Schuleinrichtungen, aber ganz besonders den Blick auf die jungen Auszubildenden. Sie arbeiteten in ihrer farblich gefälligen Berufskleidung mit spürbarem Eifer in den unterschiedlichen Abteilungen der Schule. Der Eindruck täuscht nicht, dass man als junger Mensch hier gerne lernt. Der Einladung zum Tag der offenen Türen waren Familienangehörige, Freundinnen und Freunde, Lehrkräfte der Berufsschulen in Olten und Lenzburg, viel offizielle Öffentlichkeit und die Nachbarschaft gefolgt, um sich über das Geschehen, über Ziele und Ausbildungserfolge in Hohenlinden zu informieren.

«Haben die richtigen Angebote»

Gegenwärtig nehmen 27 junge Frauen und 8 Männer zwischen 15 und 26 Jahren an den Ausbildungsangeboten der Schule teil. Als Praktikerinnen und Praktiker in den verschiedensten hauswirtschaftlichen Fachrichtungen sowie als Fachfrau/-mann Hauswirtschaft werden sie in einer zweijährigen Ausbildungsdauer auf den ersten und zweiten Arbeitsmarkt vorbereitet, in den sie ihre Möglichkeiten und Kompetenzen einbringen. «Wir haben die richtigen Angebote für junge Leute und bilden unsere Absolventinnen und Absolventen nicht am Markt vorbei aus», betont Schulleiterin Tatjana Zeljko.

«Als Lehrkräfte stehen wir in engem Kontakt mit Firmen und sozialen Institutionen, die als Arbeitgeber auch ihre Vorstellungen in die Ausbildung einbringen», unterstreicht Arbeitsagoge Stefan Gut im Sinn seiner beiden Teamkolleginnen zahlreiche Schritte beruflicher Integration. «Wir verfügen über viel Erfahrung und Engagement, alle Absolvierenden ihren Ressourcen entsprechend zu platzieren.» So zum Beispiel in der Kleinkinderbetreuung, der Reinigung, der Gemeinschaftsgastronomie oder etwa in Restaurant-Küchen. In ihren individuellen Jahrgangsordnern sammeln und notieren die jungen Frauen und Männer alle schulischen Lerninhalte, die von speziellen Lehrmitteln unterstützt werden, und dokumentieren damit ihre persönlichen Lernfortschritte.

Wohnen ist wichtig

Zu Hohenlinden und seinem Schulprogramm gehört natürlich auch Betreutes oder Begleitetes Wohnen in Haupthaus und Aussenwohngruppen sowie bedarfsweise ein Wohncoaching.
Neben den zahlreichen Praktika während der Schuljahre, in denen den jungen Berufsleuten bereits der Wind der Arbeitswelt um die Nase weht, bietet die Schule auch vielerlei Dienstleistungen an. So kann man als Aussenstehender Caterings und Anlassgestaltungen unter Mithilfe der Auszubildenden vereinbaren und sogar in begrenztem Umfang einen Wäscheservice in Auftrag geben.

Rundgang für viele Sinne

Von Düften geleitet gelangte man bei «offenen Türen» in die Küche, in der unter Aufsicht von Claudia Zwicky und Marius Glauser die Vorbereitungen zum Mittagessen «Chili con carne» liefen. Eingestellt auf viele Besucher und Geschirrbedarf war bereits der rationell planende Spüldienst. Zum Dessert lockten nebenan schon die liebevoll verzierten Muffins. Ganz anders aber ebenso gut und frisch roch es in der Wäscherei, in der die pflegliche Behandlung unterschiedlichster Textilien erlernt wird und wie sie mit sorgsamem Glätten nach dem Waschen wieder wie neu wirken.

Viel zu sehen gab es auch im Schulzimmer mit Schwerpunkt Garten- und Blumenpflege, wo sich mancher Tipp für eine hübsche Dekoration gewinnen liess. Zum vernünftigen Haushalten gehört natürlich auch Reinigung und Hygiene mit modernen Hilfsmitteln, denen die Schule viel Aufmerksamkeit widmet.