Unter den betroffenen Bäumen sind einige über 100 Jahre alt, wie «Schweiz aktuell» von Fernsehen SRF am Mittwoch meldete. Sie müssen gefällt werden, da sonst fallende Äste Spaziergänger auf den Wanderwegen gefährden könnten.

Zum Fällen gebe es keine Alternative, sagte der Solothurner Kantonsoberförster Jürg Froelicher in der Sendung - es gebe keine Massnahmen zur Pilzbekämpfung. «Man müsste das Laub im Herbst zusammennehmen», so Froehlicher. Das sei natürlich nicht möglich. 

Seit Mittwoch sind die Förster am Werk. Ein Teil der Bäume wird mit Fahrzeugen abtransportiert, Ende Januar werden die unzugänglichen Bäume dann von einem Helikopter abgeholt. Das soll die anderen Bäume schonen.

Die Fällaktion dürfte bis zu 100'000 Franken kosten.

In der Verenaschlucht wird ein Baum gefällt - er ist nicht der einzige

Hier wird einer der vielen Bäume auf der Liste gefällt

Bereits im vergangenen Sommer hatten Experten von Bund und Kantonen vor dem Pilz gewarnt. Erstmals in der Schweiz aufgetreten ist er 2008. Die Krankheit nennt sich umgangssprachlich Eschenwelke (Chalara fraxinea); der verursachende Pilz wird als "falsches Weisses Stengelbecherchen" (Hymenoscyphus pseudo-albidus) bezeichnet.

Im Kanton Solothurn wird der Eschenbestand auf mehrere 100'000 geschätzt. Die Esche macht fünf Prozent des Baumbestandes aus. (ldu/sda)