Verenaschlucht
In der Verenaschlucht gibt es nur noch eine Kapelle für private Anlässe

An ihrer Sitzung beschliesst die Solothurner Bürgergemeinde, dass in Zukunft nur noch eine Kapelle in der Verenaschlucht für Privatanlässe zur Verfügung steht. Dieser Entscheid wirkt sich nicht auf die Kapazitäten aus.

Wolfgang Wagmann
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Die Verenakapelle ist nicht mehr für Privatanlässe verfügbar.

Die Verenakapelle ist nicht mehr für Privatanlässe verfügbar.

mt

«Es gab zwei Gruppen, die unglücklich waren. Die einen, die in der Kapelle ihren Anlass ungestört feiern wollten. Und die andern, die die Kapelle aufsuchen wollten.» Das Geschäft war zwar nur ein kleines an der letzten Bürgerratssitzung, hat jedoch Konsequenzen, wie Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger erklärt: Die Verenakapelle in der Einsiedelei hinten kann nicht mehr für Privatanlässe bei der Bürgergemeinde gebucht werden. Sondern nur noch die gegenüberliegende St. Martinskapelle.

«Im Gegensatz zur stets offenen Verenakapelle hat St. Martin eine Türe, die geschlossen gehalten werden kann», so Wyniger. Die Gesuche für private Anlässe wie Hochzeiten oder Andachten in der Verenaschlucht nähmen ständig zu, doch wirke sich der Entscheid, keine Privatanlässe mehr in der einen Kapelle zuzulassen, nicht auf die Kapazitäten aus. «Wir haben ohnehin nie zwei Anlässe zur gleichen Zeit bewilligt.» Mit der Anpassung des Gebührentarifs wird es jetzt aber auch möglich, eine Hochzeit mit gleichzeitiger Taufe in der Martinskapelle zu feiern – gegen eine Gebühr von 300 Franken notabene.

Leicht schwarze statt rote Zahlen

Die Rechnung 2012 der Bürgergemeinde Solothurn präsentierte Finanzverwalter Claude Tschanz dem Bürgerrat, und dieser konnte einmal mehr mit Genugtuung feststellen, dass das budgetierte Defizit bei weitem unterschritten worden war. Über alle Rechnungen gesehen, also mit den Altersheim-Betriebsrechnungen, der Spitalstiftung (Rebgut) sowie den Fonds und Stiftungen betrug der Aufwandüberschuss nur gerade gut 10 500 Franken – veranschlagt waren jedoch mehr als 350 000 Franken worden. Wenn die Rechnungen des Spitalfonds und jene der Stiftungen und Fonds ausser Betracht bleiben – und dies ist für die Bürgergemeinde wesentlich –, schaut sogar ein kleiner Ertragsüberschuss von über 22 000 Franken heraus.

Reben im Minus, Forst im Plus

Denn die Rechnung des Rebguts blieb mit fast 70 000 Franken defizitär, auch wenn gegenüber dem Budget eine positive Abweichung von rund 54 000 Franken erzielt wurde. Dagegen hielt sich die Bilanz der beiden Altersheime Thüringenhaus und St. Annahof in einem fast ausgeglichenen Rahmen mit gut 6000 Franken Überschuss. Zwar war die Wasserversorgung Weissenstein bereits auf Anfang 2011 stillgelegt worden, doch sorgten zwei Posten statt einer Null in der Rechnung doch noch für ein Minus von 21 190 Franken: Ein Geschenk für den langjährigen Betreuer der Wasserversorgung, alt Bürgerammann Christoph Oetterli, sowie die Abschreibung der Pumpstation Nesselboden im Umfang von 21 000 Franken sorgten für diesen Ausgabenposten. Dagegen lag die Forstrechnung mit über 80 000 Franken – statt budgetierten 142 000 Franken Defizit – im Plus, und auch die Verwaltungsrechnung schloss mit nur rund 42 000 statt 118 350 Franken «Miese» ab.

Zwei Bürgerrechtsgesuche

Die Rechnungsprüfungskommission setzt sich aus den bisherigen Mitgliedern zusammen, da sich nicht mehr Kandidatinnen und Kandidaten gemeldet haben, als Sitze zu besetzen sind. Demnach besteht sich Kommission aus Peter Füeg, Mireille Muster und Philipp Wyss (alle FDP) sowie den beiden CVP-Mitgliedern Marie-Louise Scherer und Christine Schnetz.

Im Weiteren hat der Bürgerrat zwei Gesuchen um das Bürgerrecht zugestimmt. Zugesichert wird dieses Katherine Nattaly Estevez Jimenez sowie Fatih Semiz. Die Bürgerversammlung findet am 24. Juni statt.

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