Die Kundgebung bot einen eher ungewohnten Anblick am Samstag in der Altstadt und liess wohl den einen oder anderen Passanten mit fragender Miene zurück: Gesamthaft rund 40 Personen zogen in schwarzer Bekleidung, begleitet durch melancholische Musik, aber ansonsten wortlos durch die Gassen, um einmal mehr auf die Problematik der Klimaerwärmung aufmerksam zu machen.

Unter dem Titel «Trauermarsch in Solothurn. Wir beerdigen die Erde» wurde in Anlehnung an bereits in anderen Städten durchgeführte Aktionen der Jungen Grünen das Klima, resp. die Erde «bestattet». «Wenn wir weiterhin so sorglos mit unserer Erde umgehen, werden die Ressourcen der Erde in Kürze erschöpft sein. Mit dem Trauermarsch wollen wir darauf aufmerksam machen, wie dramatisch die Situation ist», lautet die Grundaussage der Initianten. Und weiter: «Wenn wir nichts tun, wird die Beerdigung der Erde bald Realität sein.»

Auch aus anderen Städten hatten sich Menschen dem Solothurner Umzug für den Klimaschutz angeschlossen. Dieser führte von der Kreuzackerbrücke dem Landhausquai entlang in den Stalden und via Friedhofplatz, Gurzelngasse und Hauptgasse zum Kronenstutz, wo die Kundgebung – laut Kantonspolizei – ohne Zwischenfälle endete. (ak)