Solothurn
In den nächsten Monaten läuft der Verkehr in der Vorstadt ein wenig anders

In den nächsten Monaten wird sich in der Solothurner Vorstadt in Sachen Verkehrsführung einiges ändern. An zahlreichen Stellen wird gebaut und noch nicht überall ist ganz klar, wie genau es weitergehen soll.

Wolfgang Wagmann
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Am Rossmarktplatz wird eifrig gepflästert
13 Bilder
Der Rossmarktplatz wie er schon bald aussehen wird
Schweisstreibende Arbeit am Rossmarktplatz
Die Pflästerung macht Fortschritte
Neues Verkehrsregime in der Solothurner Vorstadt
So soll sich die Vorstadt nach der Umgestaltung präsentieren
Auch auf dem Bahnhofpllatz wird einiges anders
Wild parkieren wird künftig in der Hauptbahnhofstrsse noch schwieriger
Die Hauptbahnhofstrasse wird ab August zur Baustelle
Künftig ist auch die Hauptbahnhofstrasse Begegnungszone
Die Bushaltestelle in der Vorstadt wurde verlegt
Die Begegnungszone endet ab November erst am Hauptvahnhof vorne
Bus oder Beiz bekommen mehr Platz

Am Rossmarktplatz wird eifrig gepflästert

Zur Verfügung gestellt

Am meisten zu sehen von der «neuen Vorstadt» gibts derzeit im Bereich des Rossmarktplatzes. «Wir kommen plangemäss voran», versichert Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamts.

Am augenfälligsten ablesbar ist die massive Verbreiterung des nördlichen Trottoirs zwischen der Berntorstrasse und dem Dornacherplatz am Rossmarktplatz selbst, wo die helle Pflästerung rund um den Dornacherbrunnen bereits weit fortgeschritten ist.

Auch die neuen Randsteine aus Granit sind bereits gesetzt und markieren, wie viel Platz künftig die Fussgänger zusätzlich erhalten werden. Nochmals wird aber der Rossmarktplatz wegen den Pflästerungsarbeiten vom Montag, 30. Juni, bis am Freitag, 11. Juli, gesperrt sein.

«Die übrige Pflästerung bis zur Kreuzgasse erfolgt dann bis Ende Juli»; weiss Lenggenhager. Die letzten Fertigstellungsarbeiten an der Mittelinsel und dem Gehweg ziehen sich noch bis Ende September hin. Der Deckbelag auf der Strasse wird dagegen erst im nächsten Jahr eingebracht.

Und die Berntorstrasse?

Noch kein Entscheid ist in Sachen Berntorstrasse gefallen. Das jetzige Provisorium, das eine völlige Neuregelung der Verkehrsabläufe zur Folge gehabt hatte, war zuletzt massiv auf Opposition aus Anwohnerkreisen gestossen. Mit 200 Unterschriften hatten sie eine Aufhebung des neuen Regimes gefordert, insbesondere wegen der Gefährdung von Kindern in der SBB-Unterführung, dann aber auch wegen des neuen Verkehrsaufkommens im Unteren Winkel. «Es ist schlimm geworden», bestätigt eine Hauseigentümerin und Geschäftsfrau im Unteren Winkel, «seit man wieder durchfahren kann wollen alle hier parkieren, obwohl offiziell ein Parkverbot gilt.»

Nun, Entwarnung gibt es vonseiten des Stadtbauamtes nicht. Die Absicht - ebenfalls auf Begehren von Vorstädtern - das Trottoir in der Berntorstrasse zu verbreitern, und damit den BSU-Bussen das Kreuzen zu verunmöglichen, sei «beim BSU bisher noch auf keine negative Reaktion gestossen», betont Andrea Lenggenhager. Für die oben zitierte Geschäftsfrau, eine langjährige Vorstadtbewohnerin, ist jedoch klar: «Die Trottoirverbreiterung bringt nichts, solange die Busse (rund 400 pro Tag) hier durchfahren.»

Bis Ende Juni sollte das Provisorium dauern, doch jetzt ist kein Signal aus dem Stadtbauamt zu hören, das dem so ist und wieder das alte Regime ohne die künstliche Verengung der Berntorstrasse gelten soll.

«Wir sind derzeit an der Auswertung der Verkehrszählung und der Videoanalyse von den Verkehrsaufnahmen, welche im letzten Monat bis am 4. Juni erfolgt sind», erklärt Andrea Lenggenhager. Diese Erfahrungen und Erkenntnisse, die seit der Umstellung des Verkehrsregimes gesammelt worden sind, würden noch vor den Sommerferien in der städtischen Arbeitsgruppe mit dem BSU, der Pro Vorstadt und der Polizei ausgewertet.

Spätestens nach den Sommerferien werde man mit den beiden konträren Gruppen zusammenkommen und einerseits die Erkenntnisse aus dem Provisorium darlegen, aber auch die zusätzlichen Erfahrungen der Betroffenen anhören. Es gebe nochmals ein «Review», so die Leiterin des Stadtbauamts, «bevor wir an die Ausarbeitung eines Bauprojekts gehen.» Und sobald dieses vorliege «werden wir die Öffentlichkeit erneut informieren.»

Bauplatz Bahnhofstrasse

Noch in den Sommerferien, ab dem 4. August, eröffnet das Stadtbauamt eine neue Grossbaustelle in der Vorstadt: Die Hauptbahnhofstrasse wird bis rund Mitte November umgestaltet.

Ziel ist die Integration der ganzen Strasse in die Begegnungszone. «Die Strasse wird insgesamt um einen Meter verschmälert», betont Andrea Lenggenhager. Damit wird das beliebte (aber illegale) Parkieren nicht nur während den Bauarbeiten, wenn die Strasse ohnehin gesperrt ist, sondern auch nachher verunmöglicht. «Die Anlieferung ist jedoch während der Bauzeit gewährleistet», meint Lenggenhager. Zuerst wird die Kreuzung Schänzlistrasse - Berthastrasse umgestaltet, später im Herbst dann jene der Niklaus-Konradstrasse. In der Begegnungszone gilt dann Tempo 20, in der übrigen Vorstadt hat der Gemeinderat bis auf die Hauptstrassen Tempo 30 beschlossen.

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