Solothurner Wetter
Immerhin war es über weite Strecken weiss

Der Januar 2015 war ebenfalls ein zu milder Wintermonat, er brachte aber im Gegensatz zum Vorjahr ansehnliche 16 Schneetage, aber nur zwei Eistage mit sich. Auch war es deutlich zu nass.

Wolfgang Wagmann (Text und Bild)
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Der Winter hat auch in Solothurn definitiv Einzug gehalten.

Der Winter hat auch in Solothurn definitiv Einzug gehalten.

Wolfgang Wagmann

Gleich 2,4 Grad zu wärmer als das langjährige Mittel fiel der erste Monat des Jahres aus. Keine grosse Überraschung mehr, denn seit 1999 war der Januar elfmal zu warm gewesen, wobei die jetzigen 2,0 Grad Monatsdurchschnitt nahe beim Mittel der letzten 15 Jahre liegen. Niederschlag gabs im Januar reichlich: Mit 157,1 Litern pro Quadratmeter im Wallierhof Riedholz und deren 130 in Solothurn wurde das langjährige Mittel um 25 bis 30 Prozent übertroffen. In Form von Schnee fiel der Niederschlag erst ab dem 17. Januar, zuvor fiel nur Regen.

Kaltstart und Frühlingstag

Die ersten zwei Tage im neuen Jahr 2015 präsentierten sich winterlich. Doch Starkregen am 4. Januar setzte der zuvor 20 cm hohen Schneedecke, zusammengekommen vor allem am 27. Dezember, bald einmal zu. Zwei frostige Nächte zögerten den Garaus des Winters noch etwas hinaus, doch drei Tage später waren sogar die Jurahöhen wieder ausgeapert. Denn am 10. Januar konnte mit 10 Grad plus am Morgen und sogar 14 Grad am Mittag ein eigentlicher Frühlingstag verbucht werden. Kühlere Temperaturen und etwas Niederschlag brachten bis zur Monatsmitte wenigstens dem Weissenstein einen winterlichen Anstrich zurück.

Der Winter kommt zurück

Zurück meldete sich der Winter erst wieder am 20. Januar, allerdings mit vorerst eher geringen Schneemengen, die bei leichten Plusgraden auch bald wieder Geschichte waren. Einen neuen schwachen Versuch, sich festzusetzen, machte der Winter nochmals am 24. Januar, doch richtig krachen liess er es erst am dritt- und zweitletzten Tag dieses nur teilweise winterlich wirkenden Monats. Die bisherigen 10 cm Neuschnee erhielten nochmals 16 cm Zuwachs am 1. und 2. Februar, sodass uns der Winter vorderhand erhalten bleibt. Kaum ein Thema war den ganzen Januar die Sonne: Nur an sechs Tagen zeigte sie sich überhaupt, mehrheitlich aber nur partiell.

Fasnacht schön und trocken

Nun, der Frühling lässt zwar noch auf sich warten, aber grössere Neuschneemengen sind auch nicht mehr in Sicht. Auf den Beginn der nächsten Woche und auf die Fasnacht hin scheint sich sogar ein kräftiges Hoch über Mitteleuropa aufzubauen. Und mit der täglich spürbar stärker werden Sonneneinstrahlung bestehen durchaus Chancen auf weitgehend nebelfreie, sonnige Tage. Schön wärs für die Narretei.