Letztes Jahr war der Januar mit 5,5 Grad im Monatsmittel schon fast ein Frühlingsbote gewesen – diesmal tendierte er mit 1,3 Grad zwar zur Normalität, blieb aber immer noch 1,5 Grad milder als das langjährige Mittel. Mit 116,5 Litern Niederschlag pro Quadratmeter im Wallerhof Riedholz hielt der erste Monat des Jahres durchaus die Norm ein - doch einigermassen beruhigend nach dem sehr trockenen Herbst und nur einem nassen Dezember.

Der Schnee war übrigens durchaus ein Thema, auch wenn er sich vorerst nur sehr spärlich blicken liess. Immerhin hatte die Neuschneedecke auf den 31. Januar hin im Wallierhof 21 cm erreicht. Gesamthaft wurden dort an 15 Tagen mit Niederschlag Neuschneefälle von 40 cm registriert. Eistage, an denen das Quecksilber nie die Nullgrad-Marke übertrifft, sah Solothurn allerdings nur gerade einen.

Ein pflotschnasser Hilari

Im Gegensatz zum turbulenten Jahresstart 2018 mit dem Wintersturm Burglind blieb es die ersten Tage 2019 recht ruhig mit etwas Regen am Bärzelistag, gefolgt von zwei sehr sonnigen Tagen. Vom 5. auf den 6. Januar gabs dann etwas Schnee, der sich aber nicht halten konnte, Es brauchte am 10. Januar dann schon ergiebigeren Schneefall, der erstmals die Winterdienste auch in Solothurn beschäftige. Doch so richtig Winter wolle es dann doch nicht werden, und auch die Sportmöglichkeiten auf der ersten Jurakette blieben vorderhand sehr begrenzt. So richtig gruselig nass – der Dauerregen war durchsetzt mit Schneepflotsch und Graupelschauern – wurde es ausgerechnet auf den Fasnachtsauftakt hin: Die Narrenschar flüchtete sich am Vormittag, wo sie nur konnte, unter die schützenden Dächer. Im Wallierhof wurden so am zweiten Januar-Wochenende gleich 50 Liter Niederschlag registriert.

Schnee für einige Tage

Zunehmende frostige Nächte, dafür teilweise sonniges Wetter tagsüber prägten das dritte Monatsviertel, ehe sich dann doch noch der Winter von der weissen Seite zeigte. Die vier letzten Januartage waren nämlich die bis anhin schneereichsten dieses Winters, aber auch diesmal hat das Ganze keinen Bestand, wurde es doch auf den Februar hin milder und sehr nass.

Eine Kältewelle scheint eher unwahrscheinlich - alles deutet darauf hin, dass sich der Februar zumindest tagsüber eher mild und trocken fortsetzt. Wenn es dabei bleibt, geht auch der Winter 2018/19 als ein «Winterchen» in die Annalen ein.