Solothurn
Im Westen gibts was Neues: Die Überbauung Segetzpark kommt in die Gänge

Hinter den Kulissen gabs ein veritables Hickhack zwischen Planern und dem Stadtbauamt. Doch jetzt kommt die Überbauung Segetzpark im Westbahnhofquartier doch noch in die Gänge.

Wolfgang Wagmann
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So soll die Überbauung am Westbahnhof dereinst aussehen.
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In diese Ecke käme die Neuüberbauung zu stehen.
Überbauung Segetzpark im Westbahnhof
Die Überbauung Segetzpark im Westbahnhofquartier kommt in die Gänge.

So soll die Überbauung am Westbahnhof dereinst aussehen.

Wolfgang Wagmann

Westlich des Westbahnhof erstreckt sich das alte Areal der Garage Fauser und davor eine grössere Parkierungsanlage. Was kaum jemand weiss: Seit 22 Jahren könnte hier gebaut werden, besteht doch ein rechtsgültiger Gestaltungsplan. Der allergrösste Teil des Areals gehört der Alphons Glutz-Blotzheim AG, die durchaus für eine Überbauung zu haben wäre.

Doch inzwischen hat sich die Immobilien-Situation nicht nur in diesem Solothurner Stadtteil gründlich geändert: Ringsum gibt es grössere Leerstände von Geschäfts-und Büroflächen. Zentraler Wohnraum mit guter öV-Anbindung ist dagegen weit mehr gesucht. Doch dies bedingt eine Anpassung des Gestaltungsplanes, um mehr Wohnraum gerieren zu können. Eine erste Variante wies nur geringfügige Änderungen auf, eine zweite befriedigte ebenfalls nicht, und erst in einem dritten Anlauf wurde die «Abschlusssituation gegen das Bahnareal» überarbeitet, sodass jetzt das Ergebnis als revidierter Gestaltungsplan aufgelegt werden kann. Geeinigt hat man sich auch über die Gestaltung des Attikageschosses oder die Fläche des beheizbaren Aufenthaltraumes, der 50 Quadratmeter umfassen soll.

Unterirdisch parkieren

Während eine Etappe längst gebaut ist, sieht der Gestaltungsplan noch zwei auch zu etappierende Baufelder vor. Erschlossen wird die Überbauung, die nun statt der ursprünglichen 15'800 noch 15'100 Quadratmeter Bruttogeschossfläche auf sieben Geschossen (inklusive Attika) umfasst, über die Poststrasse. In beiden Etappen sind die Parkierungen unterirdisch in einer Einstellhalle vorzusehen, wobei die genaue Parkplatzzahl erst im Baubewilligungsverfahren festgelegt werden soll. Durch die Reduktion der Geschäftsflächen ist die Rede von noch rund 92 Parkfeldern in der zweiten, und rund 98 Parkplätzen in der dritten Etappe.

Ein Punkt ist noch nach Baubeginn zu regeln: Ein ehemaliger Betrieb könnte für Altlasten unter dem Boden sorgen. Der Standort wird zwar vom Kanton als «nicht untersuchungsbedürftig» eingestuft – doch nur solange das Areal nicht angetastet wird. Bei einer Überbauung dagegen wird ein Entsorgungskonzept für das wohl belastete Material gefordert.

Eine öffentliche Mitwirkung findet am Montag, 25. September, um 19 Uhr im Jurasaal der Jugendherberge statt.